Friedrich-Alexander-Universität

V/UE: Computer im Kunstunterricht

Im Sommersemester 2003

Dozent: Herr Schräpler

Referentin: Isabel Bispinck

Datum: 23.06.2003

Scanner

Funktionsweise

Scanner kann man in der Funktion mit einem hoch entwickelten Kopiergerät vergleichen: Alle Scanner arbeiten auf dem Prinzip der Reflexion( bzw. Lichtdurchlässigkeit): Das Bild wird beleuchtet und durch Sensoren abgetastet.

Die Signale, die die Sensoren abgetastet haben werden in digitale Daten umgewandelt. Dazu zerlegt der Scanner die Vorlage in eine Matrix von Bildpunkten und erfasst jeden Bildpunkt einzeln. Sind die Daten für eine Zeile erfasst bewegt der Scanner das ganze optische System eine Zeile weiter. Der Farbscanner braucht drei Messwerte, nämlich rot, grün und blau.

Heutige Scanner arbeiten mit einer Single pass Technologie, bei der bei einem einzigen Durchgang alle Daten erfasst werden: Diese Scanner sind mit sogenannten trilinearen Sensoren ausgestattet, d.h. Sensoren die aus 3 parallelen Scanzeilen bestehen, wobei je eine Zeilen mit einem Rot-, einem Grün- und einem Blaufilter bestückt ist.

 

Die wichtigsten Scannertypen sind:

Flachbettscanner für Vorlagen bis zum Format A4 sind die mit Abstand am häufigsten verkauften Geräte und bereits ab etwa 100 Euro erhältlich. Scanner, die größere Vorlagen verarbeiten können, sind wegen der geringen Nachfrage nach wie vor sehr teuer.

Handscanner waren früher als Billiggeräte recht beliebt, sind aber inzwischen fast vom Markt verschwunden. Nur manche Barcode-Leser können noch zusätzlich als Handscanner verwendet werden.

Filmscanner sind speziell zum Scannen von Dias und Kleinbildnegativen vorgesehen und erfreuen sich einer immer stärkeren Verbreitung. Kombigeräte vereinigen die Funktionen eines Scanners, Druckers, Kopierers und Faxgeräts und sind besonders bei Platzmangel interessant.

Spezialscanner wie z.B. 3D-Scanner gelten noch immer als teure und sehr spezielle Exoten am Computermarkt. Alternativen: Neben den "klassischen" Scannern haben sich auch einige interessante Alternativen wie digitale Fotoapparate oder Framegrabber (PC-Karten, die das Bild einer Videokamera oder eines Videorecorders einfangen und in einem digitalen Format speichern) am Markt etabliert.

Worauf man beim Kauf achten sollte!

Schaut man sich die Verpackungen der Scanner an so werben viele bunte Icons für die technischen Highlights wie Auflösung, Farbtiefe und Geschwindigkeit: Diese Daten verraten aber nur sehr wenig über die tatsächliche Qualität. Die Qualität des Scans hängt von der Güte der Optik( Spiegel, Filter, Linsen) und der Exaktheit der Mechanik ab. dh. je besser die Optik desto schärfer und detailgenauer ist die Darstellung letztendlich besonders bei höchster Auflösung. All zu oft versuchen die Hersteller die Käufer mit hohen DPI Zahlen (Dots per Inch, also nichts anderes als das Auflösungsvermögen) und Farbtiefen zu locken. Diese Werte werden künstlich durch die Software herbeigeführt. Genauso verhält es sich mit der Farbtiefe. Es nützt einem nichts, wenn der Scanner in 36 Bit scannt und die Farben dann auf 48 Bit hochgerechnet werden, entscheidend ist, was die Hardware kann und nicht was vorne groß auf der Verpackung steht. Wofür braucht man den Scanner? Bevor man überhaupt über den Kauf eines Scanner nachdenkt, sollte man sich klar machen wozu man den Scanner eigentlich braucht. Je öfter und vielseitiger man den Scanner nutzen will, desto besser muss das Gerät sein. Wenn man ab und zu etwas einscannen will und einem die Qualität der Scans nach dem Motto "Hauptsache man kann es erkennen" wichtig ist, reicht ein günstiger Scanner aus. Je mehr man in Sachen Farbtreue, Schärfe fordert , desto höher werden die Anforderungen an den Scanner.

Was will man eigentlich einscannen?

Man sollte sich vor dem Kauf gut überlegen ob man nur normale Bilder oder evtl. auch Dias oder Folien einscannen will. Für letzteres benötigen man nämlich einen Durchlichtaufsatz, den man nicht an jeden Scanner anschließen, geschweige denn für jeden Scanner kaufen kann.


Welche Schnittstelle?

Zur Wahl stehen bei Scannern im Augeblick drei Schnittstellen, SCSI, USB und Parallelport. Die SCSI Schnittstelle ist sozusagen der Urstandard bei den Scannern. Die Parrallelport Version ist meiner Meinung nach nicht mehr als eine vorrübergehende Erscheinung und Notlösung. USB hat sich in letzter Zeit auch bei den Scannern durchgesetzt. Da mittlerweile jedes halbwegs moderne Motherboard einen USB Anschluss besitzt, sollten bei diesem Port keine Probleme auftreten.



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