B Fachbezogene
Unterrichts- und Erziehungsaufgaben
Deutsch
Bedeutung des
Faches
Der Deutschunterricht hilft den Schülern,
die deutsche Sprache in gegenwärtigen und künftigen Lebenssituationen
angemessen und richtig zu gebrauchen. ...Durch den aufmerksamen Umgang
mit der Sprache soll den Schülern die Bedeutung von Sprache als Mittel
zwischenmenschlicher Verständigung und als Schlüssel zum Welt-
und Selbstverständnis bewusst werden. Sie lernen Sprache als ein grundlegendes
Instrument zum Verstehen und zur Verarbeitung von Eindrücken, vor
allem der vielfältigen Bildeindrücke, in einer mediengeprägten
Alltagswelt kennen. Die Schüler werden befähigt,
die Sprache in ihren Besonderheiten von der "Sprache" der verschiedenen
Medien zu unterscheiden und die unterschiedlichen symbolischen Darstellungs-
und Ausdrucksformen sinnvoll zu nützen. Sprachliches Handeln
erfahren sie als Teil des sozialen Verhaltens.
Sprechen und
Schreiben
Im Teilbereich Sprechen und Schreiben
lernen die Schüler, sich je nach Situation und Absicht partnergerecht,
sachangemessen und verständlich zu äußern. In Gesprächen
und Diskussionen üben sie sich darin, ihre Meinung in differenzierter
Form vorzutragen, dabei den Gesprächspartner zu achten und auf ihn
einzugehen. Indem sie ihre Bedürfnisse und Gefühle auszudrücken
lernen, tragen sie wechselseitig zur Entstehung einer guten Gesprächsatmosphäre
bei. Die Schüler gewinnen im Laufe der einzelnen
Jahrgangsstufen zunehmend an Sicherheit im Erzählen, Informieren,
Appellieren und Argumentieren und lernen, alltags- und berufsorientierte
Situationen zu bewältigen. Der kreative Umgang mit Sprache hilft ihnen,
Phantasie und eigene Ideen zu entwickeln und gestalterisch zum Ausdruck
zu bringen.
Die Schüler
sollen sich bewusst werden, dass es beim mündlichen und schriftlichen
Sprachhandeln wesentliche Unterschiede zu beachten gilt.
Lesen und
Mediengebrauch
Vorrangiges Ziel des Unterrichts im Teilbereich
Lesen und Mediengebrauch ist es, dass
die Schüler Freude am Lesen haben und den Wert eigener Lektüre
erfahren. Durch einen aktiven Umgang mit Gedichten, epischen Klein- und
Großformen sowie dramatischen Texten erarbeiten sich die Schüler
eine literarische Grundbildung. Dabei werden auch Prinzipien eines produktions-
und handlungsorientierten Literaturunterrichts berücksichtigt. Positive
Erfahrungen mit Literatur können die Schüler veranlassen, einzelne
literarische Texte weiterzuvermitteln, z. B. durch Gedichtvorträge,
eigene Theateraufführungen und eigene Tonband- oder Videoaufnahmen.Anregende
Lesestoffe, auch aus anderen Kulturen und über andere Kulturen, machen
nachdenklich und fördern das Fremdverstehen und die Toleranz. Altersgerechte
und interessante Kinder- und Jugendbücher und Jugendzeitschriften
motivieren die Schüler, auch in der Freizeit zu lesen. Anregung
zum Lesen erhalten sie zudem über andere Medien, z. B. eine
Literaturverfilmung im Kino oder Fernsehen. Sie vergleichen literarische
Texte mit anderen medialen Darstellungen und lernen auf diese Weise die
besonderen Leistungen und Wirkungen der Sprache kennen.
Den Schülern
sollen Bücher und andere Medien in ihrem ästhetischen Wert bewusst
werden und sie sollen lernen, aus dem vielfältigen Angebot kritisch
und eigenverantwortlich auszuwählen.
Bei Sach- und Gebrauchstexten beachten
die Schüler die jeweilige Eigenart. Sie lernen, diese genau zu lesen,
wesentliche Aussagen zu erfassen und die verwendeten sprachlichen Mittel
zu erkennen. Ebenso lernen sie, Informationen aus
unterschiedlichen anderen Medien selbstständig zu entnehmen und auszuwerten.
Thematische
Querverbindungen zum Sachunterricht ermöglichen den Schülern
eine vertiefte inhaltliche Auseinandersetzung.
Sprachbetrachtung
Rechtschreiben...
Arbeitstechniken
Besonderer Wert ist auf die Vermittlung
von Arbeitstechniken zu legen, die für ein zunehmend selbstständiges
und, im Hinblick auf Beruf und Freizeit, für ein lebenslanges Lernen
erforderlich sind. Wichtige Arbeitstechniken, z. B. das Erstellen einer
Stichpunktreihe, das Gliedern von Texten oder das Nutzen
neuer Informations- und Kommunikationstechniken, sind im Lehrplan
als verbindlich ausgewiesen und werden im Unterricht integriert behandelt.
Unterrichtsformen
Offene Unterrichtsformen,
z. B. Lern- und Übungszirkel und Projekte, sowie handlungsorientierte
Arbeitsweisen, auch in Verbindung mit dem Einsatz audiovisueller Medien
und des Computers, machen das Gelernte verfügbar und fördern
seine Verwendung in neuen Zusammenhängen. Maßnahmen der
inneren Differenzierung sind geeignet, sowohl begabte Schüler als
auch Schüler mit besonderen Schwierigkeiten individuell zu fördern.
Erfolge hängen vielfach davon ab, inwieweit es dem Lehrer gelingt,
Interesse und Freude an Sprache und Literatur zu erhalten oder neu zu wecken
und zu festigen.
Standardsprache /
Mundart
Die Schüler lernen Situationen, in
denen die Standardsprache erforderlich ist, zu erkennen und angemessen
zu bewältigen. Gleichzeitig erfahren sie wichtige Funktionen der Mundart,
z. B. Vermitteln von Vertrautheit und sozialer Nähe. Der Vergleich
von Standardsprache und Dialekt sowie anderer Sprachvarietäten wie
Fach- und Gruppensprachen wird einerseits in der Sprachbetrachtung gefördert,
erfolgt andererseits auch immer wieder im Zusammenhang mit eigenem Sprechen
und Schreiben sowie der Mediennutzung.
Integrativer
Deutschunterricht
Die Förderung der sprachlichen Fähigkeiten
der Schüler bedingt einen integrativen Deutschunterricht, in dem alle
Zielsetzungen nur in enger Verflechtung miteinander verwirklicht werden
können. So ist das Lesen von Texten vom Sprechen und Schreiben, insbesondere
dem kreativen Umgang mit Sprache, nicht zu trennen. Es fördert einen
differenzierten Sprachgebrauch und regt durch Textvergleiche zum Schreiben
an. Die durch Sprachbetrachtung gewonnenen Einsichten in sprachliche Mittel
und ihre Wirkungen führen zu einem vertieften Textverständnis.
Sie werden erst dann sicher verfügbar, wenn die Schüler sie auch
bei eigenen Gestaltungsversuchen handelnd erproben.
Fächerübergreifendes
Arbeiten
Zwischen dem Deutschunterricht und anderen
Fächern sind Querverbindungen zu nutzen. Damit wird es den Schülern
erleichtert, Sach- und Sinnzusammenhänge zu erkennen und Unterrichtsinhalte
besser zu verstehen. So bieten Themen aus anderen Fächern konkrete
Sprech- und Schreibanlässe, bei denen die Schüler fachliches
Wissen sprachlich angemessen einbringen.
Gerade im fächerübergreifenden
Unterricht kommt dem Projekt große Bedeutung zu. Es ermöglicht
den Schülern im Besonderen ihre sprachliche Handlungsfähigkeit
zu erweitern, da sie dabei Gelegenheit bekommen, Arbeitsbereiche und Aufgabenstellungen
mitzubestimmen, Arbeitsweisen und Arbeitsschritte zu begründen und
Ergebnisse vorzustellen.
Mathematik
Ziele und Inhalte
...Die Schüler sollen lernen, vom
Taschenrechner, der ab der Jahrgangsstufe 7 eingesetzt wird, sinnvoll Gebrauch
zu machen. Mit geeigneter Software stellt der Computer
ein wichtiges Arbeitsmittel im Mathematikunterricht dar. Der Unterricht
soll zur Selbstständigkeit ermuntern, den Einfallsreichtum fördern
und Freude am mathematischen Tun wecken.
Sachrechnen
... Die Arbeit in Sachfeldern sowie unterrichtliche
Vorhaben und Projekte ermöglichen ein realitätsbezogenes Lernen.
Wichtige Schüleraktivitäten
sind das Erschließen von Bildmaterial, das anschauliche und gründliche
Erfassen von Aufgabentexten, ein systematisches Ordnen von Daten, die Formulierung
sachgerechter Fragen, die einsichtige Entwicklung und übersichtliche
Darstellung von Lösungswegen, das überschlägige Ermitteln
von Zwischen- und Endergebnissen sowie eine prüfende und sichernde
Arbeitsrückschau. Förderlich erscheint auch das Variieren von
Sachaufgaben (Ändern von Zahlen, Austausch gegebener und gesuchter
Größen, Veränderung bzw. Erweiterung des Sachverhalts oder
der Fragestellung usw.). Schließlich sollen die Schüler auch
selbst Aufgaben formulieren.
Methoden
...Um ihren Einfallsreichtum zu fördern
und Freude an mathematischem Tun zu gewinnen, lösen die Schüler
z. B. Zahlenrätsel und Knobelaufgaben, gehen gestalterisch mit geometrischen
Formen um und beschäftigen sich mit Übungs- und Strategiespielen.
Englisch
Situative Anreize zum Sprechen sowie vielfältige
Aufgaben- und Interaktionsformen sollen den Schülern helfen, ihre
begrenzten Redemittel in immer neuen Variationen und Zusammenhängen
anzuwenden und zu kombinieren. Die Schüler erfahren
zudem, wie wichtig auditive, audiovisuelle und elektronische Medien für
das Fremdsprachenlernen sind und werden angeregt, diese auch im außerschulischen
Bereich zu nutzen.
Ein Angebot, das
intensives und abwechslungsreiches Üben, gerade auch unter Nutzung
neuer Medien, fördert, hilft den Schülern - insbesondere auch
leistungsschwächeren - ihr sprachliches Können zu festigen.
Physik/Chemie/Biologie
Fachspezifische
Lehr-
und Lernmittel
Der Erwerb fachgemäßer Fähigkeiten
und Arbeitsweisen benötigt fachspezifische Lehr- und Lernmittel. Der
Unterricht ist auch auf den ergänzenden Einsatz von Medien angewiesen.
Damit erhalten die Schüler Einblicke in Aspekte der Wirklichkeit,
die sonst nicht oder nur sehr schwer zugänglich sind. Die
Selbsttätigkeit der Schüler wird durch den Einsatz geeigneter
Computerprogramme unterstützt. Auch bei der Bereitstellung
und Betreuung der Lehr- und Lernmittel wirken die Schüler mit.
Geschichte/Sozialkunde/Erdkunde
Fächergruppe
Die Fächer Geschichte, Sozialkunde und Erdkunde
sind zu einer Fächergruppe zusammengefasst. Diese wird auf der Grundlage
eines Lehrplans von einer Lehrkraft unterrichtet und bietet den Schülern
Gelegenheit, das Zusammenleben der Menschen in ihrem
jeweiligen Lebensraum, in Geschichte und Gegenwart zu untersuchen.
Dabei verschaffen sie sich Einsichten in wechselseitige Beziehungen individueller,
gesellschaftlich-sozialer, politischer, kultureller, wirtschaftlicher und
räumlicher Bedingungen.
Geschichte
Regionalgeschichtlicher Zugriff
Der Zugriff auf die bayerische Geschichte, auf
regional- und heimatgeschichtliche Phänomene erleichtert den Schülern
den Zugang zur deutschen und internationalen Geschichte. Am
Beispiel Europas soll deutlich werden, dass trotz der nationalen Vielfalt
auf ein gemeinsames Erbe aufgebaut werden kann und gemeinsame Ziele möglich
sind, ohne dass die einzelnen Regionen ihre Eigenheit und ohne dass
ihre Bewohner ihre Identität verlieren.
Arbeitsweisen
Die Schüler sollen dazu befähigt werden,
die Zeitdimensionen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufeinander zu
beziehen. Dem Erlernen fachspezifischer Arbeitsweisen,
insbesondere der Informationsgewinnung, kommt hier große Bedeutung
zu: Auswerten von Quellen (gegenständliche, bildliche, schriftliche,
mündliche), Erfassen dargestellter Geschichte (Lehrererzählung,
Sach- und Jugendbuch, Karten, Statistiken, Modelle, Comic, Film und
neue Medien), Aufsuchen von Geschichte am außerschulischen
Lernort (historische Stätte, Museum, Ausstellung, Archiv) und Einordnen
des historischen Geschehens in das Kontinuum (Zeitleiste). Der multiperspektivische,
durch fachspezifische Arbeitsweisen geprägte Umgang mit Vergangenheit
erfordert viel Unterrichtszeit. Zur Realisierung dieses Anliegens müssen
deshalb Themenschwerpunkte gesetzt werden. Dies hat zur Folge, dass andere
Inhalte nur im Überblick erarbeitet werden können.
Sozialkunde
Aufgaben und Ziele
Im Sozialkundeunterricht machen sich die Schüler
Gedanken über das Verhältnis von Individuum
und Gesellschaft sowie über die Stellung sozialer Gruppen.
Sie lernen dieses Beziehungsgefüge in seinen wechselseitigen Abhängigkeiten,
mit seinen Regeln und Organisationsformen kennen. Sie reflektieren auch
ihre eigenen Sozialisationsbedingungen und entwickeln Wertvorstellungen
für die eigene Lebensgestaltung. Darüber hinaus eignen sie sich
Grundkenntnisse ... weltweite politische Zusammenhänge an. Sie sollen
die Bedeutung politischer Partizipationsformen und demokratischer Verfahrensweisen
erfassen und immer wieder die Möglichkeit haben, die entsprechenden
Verhaltensweisen zu erproben. Sie lernen ihre Rechte und Pflichten kennen
und werden zunehmend fähig, als selbstständig denkende Staatsbürger
zu handeln. Sie eignen sich Methoden an, die es ihnen ermöglichen,
ihre bereits gewonnenen Einstellungen auf der Grundlage neuer Erkenntnisse
und Erfahrungen zu überprüfen und zu verändern.
Erdkunde
Aufgaben und Ziele
Grundlegende Aufgabe des Unterrichtsfaches Erdkunde
ist es, den Schülern ein räumliches Bild der Welt zu vermitteln.
Die Schüler erfassen die vielfältige Gliederung der Erde in Natur-
und Kulturräume. Sie beschäftigen sich
mit den natürlichen und sozialen Lebensbedingungen und mit dem Zusammenleben
der Menschen in Räumen. Dabei erfahren sie, wie menschliche
Nutzungsformen und Wirtschaftsweisen die räumlichen Gegebenheiten
in der Heimatregion, in Deutschland, Europa und in der Welt veränderten.
Sie werden aufmerksam auf die Konsequenzen, Grenzen und Fehlentwicklungen
und lernen, wie die Lebensbedingungen von Menschen sozial und ökologisch
verantwortbar gestaltet werden können. Sie machen sich bewusst, dass
die natürlichen oder naturnahen Räume ebenso bewahrt werden müssen
wie die kulturelle Vielfalt auf der Erde. Sie erhalten Einblick in die
internationalen und globalen Verflechtungen und Abhängigkeiten.
Erdkunde fördert die Orientierungsfähigkeit
des Schülers und hilft ihm, sich in seinem eigenen Lebensraum zurechtzufinden.
Die Schüler lernen, Räume mit geographischen Fachbegriffen zu
beschreiben. Sie eignen sich Wissen an, um Räume und Lebensbedingungen
von Menschen in ihren geographischen Zusammenhängen zu erklären.
Sie werden angeleitet, die wichtigsten auf der Welt ablaufenden räumlichen
Prozesse und die ihnen zugrunde liegenden Kräfte zu begreifen. Sie
entwickeln die Bereitschaft, sich aktiv an der Lösung lokaler, regionaler
und globaler raumwirksamer Probleme zu beteiligen und somit zur Verbesserung
der Lebensqualität beizutragen.
Wertorientierung
Im Unterricht der Fächergruppe werden die
jungen Menschen mit grundlegenden Überzeugungen vertraut, welche die
moderne abendländisch-westliche Kultur prägen.... Gleichzeitig
erkennen sie, dass es auf der Welt unterschiedliche Wertvorstellungen gibt.
Arbeitsweisen
Von Anfang an sind die fachgemäßen
Arbeitsweisen verbindliche Unterrichts-inhalte. Sie werden gezielt eingeführt,
intensiv geübt und beständig weiterentwickelt. Dazu gehören:
Arbeiten und Umgehen mit Texten (z. B. historischen Quellentexten, darstellenden
Sachtexten), Medien (z. B. Karten, Fotos, Bildern, Karikaturen, Statistiken,
Diagrammen, Schaubildern und der Zeitleiste), Objekten (Globus, Modellen,
Sachquellen); Informationen sammeln und auswerten (Beobachten von Objekten;
Erkunden von Institutionen; Befragen und Interviewen von Experten und Zeitzeugen);
in Simulationsspielen (Rollen- und Planspiel) verschiedenartige Verhaltensweisen
erproben; Ergebnisse dokumentieren (Protokolle verfassen, Beobachtungen
notieren, Berichte schreiben, Skizzen anfertigen, Situationen schildern;
Sachverhalte in Skizzen, Tabellen, Schaubildern, Profilen grafisch darstellen);
Fallanalysen, Diskussionen.
Sport
Vernetzung
Die Ziele und Inhalte der Lernbereiche Gesundheit,
Fairness, Kooperation und Umwelt werden im Sportunterricht mit den Zielen
und Inhalten des Lernbereichs Leisten, Gestalten, Spielen vernetzt. Die
Zusammenarbeit mit anderen Fächern sichert den Erziehungsauftrag zusätzlich
ab.
Lernbereich Leisten,
Gestalten,
Spielen
Im Lernbereich Leisten, Gestalten, Spielen werden
diese drei wesentlichen sportlichen Sinnrichtungen an ausgewählten
Sportarten und Sportbereichen umgesetzt. Er geht aus von der Erkenntnis,
dass Kinder und Jugendliche etwas leisten wollen, sich durch ihre Leistungen
ausdrücken und sich miteinander vergleichen wollen. Dabei orientieren
sich Leistungen nicht ausschließlich an Wertungstabellen und -richtlinien,
sondern auch an subjektiven Kriterien des individuellen Lernzuwachses.
Leistung und Leistungszuwachs können das Selbstwertgefühl stärken.
... Das Spiel lebt im Wesentlichen von der Ungewissheit seines Ausgangs
und von der Entscheidungsfreiheit des Einzelnen innerhalb vorgegebener
Spielregeln, aber auch vom Anpassen von Spielidee und Spielregeln an unterschiedliche,
ständig wechselnde Voraussetzungen.
Musik
Übergreifende Ziele
und
Aufgaben
Musik ist wesentlicher Bestandteil der menschlichen
Kultur und hat einen hohen Stellenwert im Leben junger Menschen. Musikverstehen
und -erleben tragen zur allgemeinen Bildung und zur Persönlichkeitsentfaltung
bei.
Grundanliegen des Faches ist es, das Interesse
an Musik soweit zu vertiefen, dass die Schüler ein
persönliches Verhältnis zu den vielfältigen musikalischen
Ausdrucksweisen und Erscheinungsformen entwickeln, sie als Teil
ihres Selbst- und Weltverständnisses erfahren und zu kreativen Tätigkeiten
angeregt werden. Die intensive Beschäftigung mit Musik soll Freude
bereiten, kommunikative und soziale Verhaltensweisen fördern, das
Ausdrucksvermögen der Schüler steigern und sie zu einer differenzierten
sinnlichen Wahrnehmung anregen. Die Schüler sollen in ihrem Urteilsvermögen
für künstlerische und ästhetische Erscheinungen gefördert
werden und die Fähigkeit entwickeln, aus dem vielfältigen musikalischen
Angebot bewusst, kritisch und selbstbestimmt auszuwählen. Zu den Besonderheiten
des Faches gehört es, dass musikalische Betätigung und Hören
von Musik einen entspannenden Effekt erzielen, der sich positiv auf den
Schulalltag auswirken kann. Im Wechsel von Spannung und Entspannung erfahren
die Schüler vielfältige Wirkungsmöglichkeiten der Musik.
Inhalte und Zielvorstellungen
Der Schwerpunkt des Musikunterrichts liegt auf
einem handlungsorientierten Umgang mit Musik. Dazu gehören das gemeinsame
Singen (pro Jahrgangsstufe werden drei Lieder auswendig gelernt, vgl. KMBek
vom 06.05.1985 KWMBl I S. 74) und Musizieren nach Vorlagen, das eigenständige
Gestalten mit musikalischen Materialien, das Hören von Musik und das
Umsetzen von Musik in Bild, Bewegung und Szene. Bei all diesen musikalischen
Umgangsweisen bringen die Schüler ihre Erfahrungen und Vorlieben,
auch im Zusammenhang mit der Mediennutzung, ein und erwerben notwendige
Kenntnisse. Ein solcher schülerorientierter Unterricht eröffnet
vielfältige Zugänge zur Musik und ermöglicht den Schülern,
ihre spezifischen Fähigkeiten einzubringen und zu erweitern. Voraussetzung
dafür ist, dass die verschiedenen Bereiche des Musikunterrichts ständig
aufeinander bezogen werden.
Gegenstand des Unterrichts kann Musik aller Zeiten
und Stile sein. Bedeutsam für viele Hauptschulen ist das Zusammenleben
von Schülern verschiedener nationaler Herkunft. In der Auseinandersetzung
mit Musik der unterschiedlichen Kulturen lassen sich Möglichkeiten
finden, Interesse und Verständnis für Fremdes zu wecken.
Aufbau des Lehrplans
Im Fachlehrplan sind für jede Jahrgangsstufe
vier übergreifende Themenstellungen ausgewiesen; sie sind in besonderer
Weise geeignet, die Musik, die verschiedenartigen musikbezogenen Umgangsweisen
und die Erfahrungen und Interessen der Schüler sachgerecht miteinander
zu verknüpfen. Dabei ist es dem Lehrer möglich, ungeachtet der
Verzahnung dieser Aspekte je nach Themenstellung bestimmte Schwerpunkte
zu setzen. Die Reihenfolge der einzelnen Themen und die Intensität
der Behandlung im Unterricht sind freigestellt. Fächerübergreifendes
Arbeiten kann in vielfältiger Weise einbezogen werden.
Organisation
Ab der Jahrgangsstufe 7 ist Musik Wahlpflichtfach,
in der Jahrgangsstufe 10 Wahlfach. Dementsprechend soll den spezifischen
Neigungen und Möglichkeiten der Schüler, insbesondere im Bereich
des aktiven Musizierens und Gestaltens, in diesen Jahrgangsstufen größerer
Raum gegeben werden. Über den Rahmen des Klassenunterrichts hinaus
finden sich Schüler zu Arbeitsgemeinschaften zusammen. Musikalische
Darbietungen bereichern das Schulleben und prägen das Bild der Hauptschule
in der Öffentlichkeit.
Kunsterziehung
Bildungsauftrag
Die Hauptschule hilft den Schülern, sich
ein Bild von der Welt zu machen. Die Kunsterziehung trägt dazu im
wörtlichen wie im übertragenen Sinne bei: Das Wahrnehmen und
bildhafte Veranschaulichen wie das Nachdenken und Sprechen über ihre
Eindrücke und Vorstellungen, Bedürfnisse und Wünsche entwickelt
und bereichert die sinnliche Erfahrung der Schüler, damit sie lernen,
die Welt zu verstehen, zu ordnen und verantwortlich mitzugestalten.
Lernbereiche,
Themenkreise,
Handlungsfelder
In den fünf Lernbereichen Bildnerische Praxis,
Kunstbetrachtung, Gestaltete Umwelt, Visuelle Medien und Darstellendes
Spiel werden den Schülern Möglichkeiten kreativen Schaffens und
Wege zum Verständnis der bildenden Kunst und anderer ästhetischer
Bereiche eröffnet. In jeder Jahrgangsstufe sind diese Lernbereiche
in Themenkreisen mit den beiden Handlungsfeldern Gestalten und Betrachten
konkretisiert.
Das Gestalten unfasst alle praktischen Aktivitäten
bildhafter Erfindung und Darstellung in Gestaltungsgebieten wie Zeichnen
und Malen, Formen und Bauen, Schreiben, Drucken, Collagieren. Die pädagogischen
Bemühungen sind dabei sowohl auf die Auseinandersetzung mit dem Sichtbaren
als auch auf die Entfaltung der Phantasie gerichtet.
Das Betrachten umfasst alle Aktivitäten
der Wahrnehmung, der Vorstellung und der gedanklichen Verarbeitung. Die
pädagogischen Bemühungen sind dabei sowohl auf die Bereicherung
der ästhetischen Erfahrung als auch auf deren sprachliche Strukturierung
gerichtet. Die Handlungsfelder Gestalten und Betrachten ergänzen sich
wechselseitig und sind im Lehrplan deshalb parallel gesetzt, wobei das
jeweils im Themenkreis führende Handlungsfeld voransteht.
Ziele der Lernbereiche
Im praktischen Erproben unterschiedlicher Mittel
und Möglichkeiten bildnerischer Gestaltung und im darstellenden Spiel
lernen die Schüler ihre Wahrnehmungen, Vorstellungen und Empfindungen
anschaulich auszudrücken. Das Artikulieren eigener
ästhetischer Bedürfnisse, das Formulieren von Aussagen zur eigenen
Person und Lebenssituation und die Auseinandersetzung mit der Natur, der
gestalteten Umwelt, der Arbeitswelt und mit den Einflüssen der Medien
fördern Selbsterkenntnis, Sachkompetenz und Urteilsfähigkeit
der Heranwachsenden.
Ihrer Umwelt sollen die Schüler aufmerksam
begegnen, sie als gestaltet und gestaltbar begreifen und lernen, Ideen
zu ihrer Verbesserung zu entwickeln und darzustellen. Im Umgang mit den
Medien lernen die Schüler, sich als kompetente Nutzer und produktive
Gestalter verantwortungsvoll zu verhalten. In der Freude am selbstständigen
und gemeinschaftlichen Arbeiten sollen die Schüler Eigeninitiative
und Kooperationsfähigkeit entwickeln und dabei auch lernen, gestalterische
Ergebnisse anderer zu achten.
Die Schüler begegnen Künstlern und
Kunsthandwerkern der Vergangenheit und Gegenwart und gewinnen Einblick
in die Eigenart und Vielfalt ihrer schöpferischen Leistungen. Die
Schüler lernen allmählich zu eigenen ästhetischen Wertungen
zu gelangen, ihr Bewusstsein für den Wert tradierter Formen und Leistungen
zu schärfen, sich für den Erhalt kultureller Überlieferung
mitverantwortlich zu fühlen, aber auch Aufgeschlossenheit und Toleranz
gegenüber dem Neuartigen und Ungewohnten zu üben. Besuche von
Werkstätten, Betrieben und Ausstellungen geben Einblick in gestalterische
Berufe, Arbeitsprozesse und deren Ergebnisse, sowie Anregungen für
Eigentätigkeit, auch über die Schulzeit hinaus.
Kreative Vielfalt und
pädagogischer
Freiraum
Für das gestalterische Arbeiten ist charakteristisch,
dass eine Vielzahl unterschiedlicher bildnerischer Lösungen Gültigkeit
hat. Dies gilt für Kunstwerke wie für Schülerarbeiten. Deren
wirkungsvolle Präsentation, z. B. im Rahmen einer Ausstellung, unterstreicht
den Wert der eigenen Leistung und fördert die Anerkennung unterschiedlicher
Gestaltungsweisen.
Da die Entfaltung kreativer Prozesse größere
Spielräume erfordert, ist dem Fachlehrplan ein erhöhtes Maß
an pädagogisch frei verfügbarer Unterrichtszeit zugrunde gelegt.
Offene Themenformulierungen und Unterrichtsformen, die das entdeckende
Lernen unterstützen, sind in den Vordergrund gerückt. Wo immer
möglich, sollte der Lehrer in seiner Unterrichtsplanung durch Themenkreisverknüpfungen
ein Lernen in größeren Zusammenhängen fördern.
Arbeitslehre
Leitfach
Das Unterrichtsfach Arbeitslehre und die arbeitspraktischen
Fächer Gewerblich-technischer Bereich, Kaufmännisch-bürotechnischer
Bereich und Hauswirtschaftlich-sozialer Bereich bilden in der Stundentafel
für die Hauptschule das Lernfeld Arbeitslehre. Arbeitslehre hat darin
die Funktion eines Leitfaches. Sie wirkt mit theoretischen und praktischen
Inhalten und Lernzielen in die arbeitstechnischen Fächer und im fächerübergreifenden
Sinn auch in die übrigen Fächer hinein.
Ziel und inhaltliche
Schwerpunkte
Die Schüler der Hauptschule treten in der
Regel früher als andere in das Berufsleben ein. Vorrangiges Bildungsziel
des Faches Arbeitslehre ist es, sie auf jene von Arbeit geprägten
Bereiche vorzubereiten, in denen sie in Zukunft als Erwerbstätige,
als Produzenten von Gütern und Dienstleistungen, als Verbraucher und
Wirtschaftsbürger leben werden. Die Schüler sollen ein grundlegendes
Verständnis in den Bereichen Wirtschaft, Technik, Beruf und Haushalt
erwerben und die Arbeit als Grundphänomen menschlichen Daseins begreifen.
Dazu setzen sie sich mit wichtigen Tatsachen und Zusammenhängen der
Arbeits- und Wirtschaftswelt auseinander. Sie beschäftigen sich mit
Entwicklungen in diesen Bereichen und deren Auswirkungen auf das persönliche
Leben und die Gesellschaft. Sie bemühen sich, dabei auch auf ökologische,
soziale und politische Gesichtspunkte zu achten und lernen, entsprechend
zu handeln.
Berufsorientierung
Ein wichtiges Anliegen ist es, die Schüler
so anzuleiten, dass sie einen Erstberuf auswählen, der zu ihnen passt
und den sie ausfüllen können. Sie sollen den Wert einer qualifizierten
Berufsausbildung erkennen und einsehen, wie sehr es in allen Berufen neben
fachlichem Können auch auf überfachliche Kompetenzen ankommt.
Der Berufswahlprozess vollzieht sich im größeren Rahmen der
eigenen Lebensplanung. Die Schüler sollen dabei auch lernen, wie sie
ihre persönlichen und kulturellen Lebenssituationen realistisch in
diesen Prozess einbeziehen können. Im berufsorientierenden Unterricht
sollen sie auf Perspektiven für ihre zukünftige berufliche Entwicklung
und die Notwendigkeit der Weiterbildung und der beruflichen Mobilität
aufmerksam gemacht werden.
Wirtschaftliches
Grundwissen
Ausgewählte wirtschaftliche Sachverhalte
werden am privaten Einzelhaushalt, in der betrieblichen Arbeits- und Wirtschaftswelt
und auch im gesamtwirtschaftlichen und gesamtgesellschaftlichen Rahmen
dargestellt. In diesen Handlungsfeldern können die Schüler lebensbedeutsame
Ausschnitte der wirtschaftlichen und sozialen Wirklichkeit erschließen,
z. B. über die Kategorie Arbeit oder aus der Sicht des Verbrauchers.
In einem handlungsorientierten Unterricht (z. B. in einem Projekt) sollen
sie wirtschaftliche Zusammenhänge erfassen, indem sie exemplarisch
das Zustandekommen von Entscheidungen und deren Konsequenzen erleben bzw.
nachvollziehen und darüber nachdenken. Auf ihre künftige Rolle
als Lohn- oder Gehaltsempfänger, als selbstständige Gewerbetreibende,
als erwerbstätige Steuerzahler, als Empfänger staatlicher Leistungen,
als Betroffene von Wirtschaftspolitik und als Beteiligte an wirtschaftspolitischen
Meinungs- und Entscheidungsprozessen werden sie vorbereitet, indem sie
mit den jeweiligen Rechten, Pflichten und Möglichkeiten der Einflussnahme
bekannt gemacht werden. Insgesamt sollen sie eine Vorstellung von der Verflochtenheit
der verschiedenen Bereiche bekommen.
Technik
An geeigneten Stellen erhalten die Schüler
Gelegenheit, technische Prozesse und Verfahren kennen zu lernen und mit
technischen Objekten umzugehen; sie werden sich mit Technikanwendung und
Technikfolgen in der Arbeitswelt auseinander setzen und durch Technik herbeigeführte
Veränderungen der Umwelt im privaten, beruflichen und öffentlichen
Lebensbereich kritisch wahrnehmen.
Konkrete Lebenswirklichkeit erfahren die
Schüler auch, wenn sie außerschulische Experten (z. B. Berufsberater,
Ausbilder, Wirtschaftsfachleute) befragen. Zusätzlich
verschaffen sie sich über Medien und simulative Verfahren am Computer
Einsichten in die beruflichen, technischen, sozialen, ökologischen
und wirtschaftlichen Aspekte der Arbeitswelt.
Kooperation Projektarbeit
Der Bildungs- und Erziehungsauftrag des Faches
kann am besten erfüllt werden, wenn ausgewählte Lerninhalte in
Kooperation mit anderen Fächern, vor allem den Fächern Gewerblich-technischer
Bereich, Kaufmännisch-bürotechnischer Bereich und Hauswirtschaftlich-sozialer
Bereich erarbeitet werden. Besonders wirksam wird die Zusammenarbeit in
Form der fächergruppenspezifischen Projekte. Zusammenhänge und
Wechselwirkungen, die z. B. zwischen ökonomischen, sozialen und technischen
Bereichen des Lebens bestehen, sollen von den Schülern beispielhaft
aufgezeigt, nachvollzogen und reflektiert werden können.
Werken/Textiles Gestalten
Ziele und inhaltliche Schwerpunkte
Die Schüler fertigen Gebrauchsgegenstände
und eignen sich dabei grundlegende handwerkliche Techniken an; zugleich
lernen sie auf diese Weise solide handwerkliche Arbeit schätzen. Es
wird ihnen klar, dass bei gelungenen Werkstücken Material, Funktion
und gestaltete Form zusammenwirken und eine ästhetische Einheit ergeben.
Sie vergleichen käufliche Massenware mit tradierter Handwerkskunst
und erkennen dabei deren Wert. Im Vergleich steigern sie ihr Qualitätsbewusstsein
und verfeinern ihr Geschmacksempfinden. Dies erleichtert es ihnen, sich
als kritische Verbraucher in der Konsumwelt zurechtzufinden und ihr persönliches
Umfeld selbstständig und eigenverantwortlich zu gestalten. Darüber
hinaus betrachten die Schüler Objekte der Alltagskultur sowie Gegenstände
aus früherer Zeit und anderen Kulturen und gelangen so zu einem Verständnis
kulturhistorischer Zusammenhänge sowie der Sinngebung fremder Lebensgepflogenheiten.
Die Erfahrungen im Unterricht ermöglichen es den Schülern ferner,
persönliche Neigungen und Fähigkeiten zu erkennen, die für
ihre Berufswahl entscheidend sein können. Informationen über
einschlägige Handwerkszweige können ihre Berufsorientierung ergänzen.
Qualifikationen und
fachspezifische
Methoden
In der tätigen Auseinandersetzung mit Material,
Werkzeug und Bearbeitungstechniken erwerben die Schüler sowohl grundlegendes
Fachwissen und Erkenntnisse über wichtige Zusammenhänge als auch
praktische Fertigkeiten. Sie gestalten nützliche Gegenstände
und erfahren dabei, wie Phantasie (bei der Entwicklung einer individuellen
Idee), Logik (bei der Arbeitsplanung), Konsequenz und Ausdauer (bei der
Realisierung) und Verantwortlichkeit (für das eigene Werk und die
Umwelt) ineinander greifen und erkennen dies als einen ganzheitlichen Prozess.
Sie machen die Erfahrung, dass die Materialbearbeitung nach handwerklichen
Grundregeln auf den Werkstoff abgestimmt erfolgen muss, wenn befriedigende
Ergebnisse angestrebt werden. Beim Entwerfen ihrer Werkstücke versuchen
sie nach allgemeinen Gestaltungsprinzipien vorzugehen und auf Funktionalität
zu achten. Maschinen und Geräte lernen sie sicherheitsbewusst und
zweckmäßig einzusetzen. Ebenso sind Aspekte der Gesundheits-
und Umwelterziehung fester Bestandteil des Faches.
Dabei ist die Gelegenheit zu nutzen, in unterschiedlichen
Gruppierungen die Vorteile des Zusammenarbeitens zu erproben und ggf. Schwierigkeiten
zu begegnen. Ein eigenständiges, einmaliges Werk geschaffen und dabei
Schwierigkeiten überwunden zu haben, kann das Selbstwertgefühl
der Schüler stärken und Anlass zur Freude geben. Sich selbst
als tätig zu erfahren, etwas zu vollbringen und mancherlei zu können
(auch als sinnvolle Beschäftigung in der Freizeit), ist zudem geeignet,
als Gegengewicht zu einem passiven und unkritischen
Medienkonsum zu wirken. Im Vergleich mit eigenen Ausdrucksformen
vermögen die Schüler Mode, Trends und Werbung distanzierter zu
beurteilen.
.Verbindung mit anderen Fächern
Die Vermittlung grundlegenden Fachwissens in
einer angemessenen Fachsprache wird in die tätige Auseinandersetzung
mit den Werkstoffen integriert. Dabei wird den Schülern bewusst, dass
es auf sprachlich einwandfreie Formulierungen ankommt und dass Fachausdrücke
häufig in die Allgemeinsprache übernommen werden.
Gewerblich-technischer Bereich
Aufgaben des Fachs
Im Gewerblich-technischen Bereich erwerben die
Schüler handlungsorientiert Denk- und Arbeitsweisen unserer Handwerks-
und Industriekultur. Besonderer Wert wird dabei auf die Entwicklung von
Eigeninitiative, Flexibilität und Teamfähigkeit, auf die Schulung
systematischen,
planvollen Vorgehens, auf die Förderung fachbezogener Lernbereitschaft
und Kreativität im technischen Bereich gelegt.
Ziele und Inhalte
In der altersgemäßen Auseinandersetzung
mit technischen Problemstellungen und Gestaltungsaufgaben erarbeiten die
Schüler fertigungstechnische Grundkenntnisse und erweitern ihre Einsichten
in Funktionszusammenhänge, Ästhetik und Design. Sie lernen Werkaufgaben
umfassend zu planen, fachgerecht, materialsparend, umwelt- und gesundheitsbewusst
auszuführen und die Arbeitsergebnisse sachkundig und selbstkritisch
zu bewerten. Die Schüler lernen dabei ihre Leistungsschwerpunkte kennen
und in ein gemeinsames Werk einzubringen. Sie gewinnen dabei zunehmend
Kompetenz und erleben persönlichen und gemeinschaftlichen Erfolg
Fachspezifische
Methoden
Das Technische Zeichnen bildet in der Regel mit
den beiden übrigen Lernbereichen eine Einheit. Lehrgänge im Technischen
Zeichnen können bei Bedarf eingeschoben werden. Die
Schüler nutzen neben den herkömmlichen Arbeitsweisen auch die
Möglichkeiten des Computers. Im Mittelpunkt des Unterrichts
stehen neben dem Endprodukt vor allem die Arbeits- und Lernprozesse der
Schüler.
Kooperation
Durch den lebendigen Kontakt zu den gewerblichen
und technischen Einrichtungen der Heimatregion und den beruflichen Schulen
gewinnt der Unterricht die notwendige Aktualität und berufspraktische
Bedeutung.
Gemeinsam mit dem Fach Arbeitslehre trägt
der Unterricht im Gewerblich-technischen Bereich durch vorbereitende, begleitende
und nachbereitende Maßnahmen sowie durch die Einbindung von Erfahrungen
zum optimalen Gelingen von Betriebspraktika und Erkundungen bei.
In allen Lehrplänen des Lernfeldes Arbeitslehre
sind Projektvorschläge eingearbeitet. In diesen fächerübergreifenden
Projekten sollen in jeder Jahrgangsstufe die arbeitspraktischen Fächer
und das Fach Arbeitslehre so integriert werden, dass Zusammenhänge
und Wechselwirkungen, die z. B. zwischen technischen, ökonomischen
und sozialen Bereichen des Lebens bestehen, von den Schülern beispielhaft
erfahren und reflektiert werden können.
Kaufmännisch-bürotechnischer
Bereich
Aufgaben des Fachs
Im Kaufmännisch-bürotechnischen
Bereich erhalten die Schüler einen Überblick über die Bedeutung,
die wichtigsten Inhalte und möglichen Entwicklungen von Kommunikation
und Bürotechnik in der Informationsgesellschaft. Die Vermittlung wichtiger
Arbeitstechniken sowie das Wissen über die Grundlagen moderner Bürotechniken
stehen im Mittelpunkt dieses Faches. Ziel ist es, die Schüler zu befähigen,
Aufgaben im privaten Bereich und im späteren Berufsleben sowohl selbstständig
als auch kooperativ zu lösen.
Ziele und Inhalte
Die Schüler sollen
die Tastatur und weitere Eingabegeräte fachgerecht und rationell bedienen
können. Mit Hilfe entsprechender Hard- und Software lernen sie Texte
zu erstellen und zu gestalten. Sie lernen die Funktionsweise sowie den
verantwortungsvollen und umweltbewussten Einsatz der Computeranlage und
der Bürokommunikationsmittel kennen. Die Schüler setzen sich
mit Bedeutung und Nutzen der modernen Kommunikationstechniken für
den Informationsaustausch im privaten und öffentlichen Leben auseinander.
Fachspezifische
Methoden
Der Unterricht im Kaufmännisch-bürotechnischen
Bereich orientiert sich an Normen und Standards. Die Schüler erkennen
deren Sinn und wenden sie an, um Arbeitsabläufe und eigenes Handeln
zu organisieren. Unter Nutzung zeitgemäßer
Informationsquellen lernen sie weitgehend selbstständig und selbsttätig
Lösungsmöglichkeiten zu finden und zu bewerten. Die exemplarisch
erarbeiteten Lösungsstrategien dienen als Grundlage für viele
Einsatzgebiete der Computertechnik. Die Schreibtechnik erlernen die Schüler
von Anfang an ausschließlich am Computer.
Kooperation
Die Arbeit mit speziell ausgewählten Texten,
Ausarbeitungen, Veröffentlichungen, Übersichten etc. aus verschiedenen
Bereichen der Geschäftswelt fördert einen fächerübergreifenden
Unterricht. Grundlagen im Umgang mit Hard- und Software
sowie mit der Tastatur und anderen Eingabegeräten stellen notwendige
Voraussetzungen für rationelles Arbeiten, z. B. im Fach Informatik,
dar. Schreiben und Sprechen
sowie die Arbeit mit Nachschlagewerken
sind in Zusammenarbeit mit dem Fach Deutsch für den Kaufmännisch-bürotechnischen
Bereich Grundelemente, die ständig geübt werden.
In allen Lehrplänen des Lernfeldes Arbeitslehre
sind Projektvorschläge eingearbeitet. In diesen fächerübergreifenden
Projekten sollen das Fach Arbeitslehre und die arbeitspraktischen Fächer
so integriert werden, dass Zusammenhänge und Wechselwirkungen, die
z. B. zwischen technischen, ökonomischen und sozialen Bereichen des
Lebens bestehen, von den Schülern beispielhaft erfahren und reflektiert
werden können. Durch eigenverantwortliches Tätigwerden sollen
sie wirtschaftliche Erfahrungen sammeln. Sie erproben dabei, wie sie Aufgaben
und neue Situationen bewältigen können. Die im Lernfeld Arbeitslehre
unterrichtenden Lehrer planen die Projekte frühzeitig gemeinsam und
arbeiten in ihnen langfristig zusammen.
Anknüpfungspunkte
zum Fremdsprachenunterricht sind durch den Einsatz der Datenfernübertragung
gegeben: Kontakte zu Schülern in aller Welt können hergestellt
werden, das Interesse für die Kultur anderer Länder wird geweckt,
die Schreibmotivation der Schüler für fremdsprachliche Texte
wird erhöht.
Hauswirtschaftlich-sozialer Bereich
Aufgaben des Fachs
Indem die Schüler ihre Erfahrungen im Unterricht
und an außerschulischen Lernorten reflektieren, können sie persönliche
Neigungen und Fähigkeiten erkennen, diese im Hinblick auf eine mögliche
Berufswahl überprüfen und einschätzen.
Ziele und Inhalte
Im Mittelpunkt steht die praktische Arbeitsaufgabe,
an der die Schüler Handlungskompetenz erwerben und erweitern.
Der Computer als Mittel
der Informationsbeschaffung und -verarbeitung wird auch im Hauswirtschaftlich-sozialen
Bereich in geeigneten Unterrichtsvorhaben genutzt.
Im sozialen Bereich entwickeln die Schüler
soziale Sensibilität, pflegen das Zusammenleben in der Gruppe, machen
Erfahrungen beim Planen und Durchführen von gemeinsamen Unternehmungen
und bei Hilfeleistungen für unterschiedliche Personengruppen. Sie
verstehen, wie wichtig es ist, Menschen, die auf Hilfe und Zuwendung angewiesen
sind, in ihrer Individualität zu respektieren. Sie erkennen, dass
Wahrnehmungsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Überwinden
von Hemmungen und Vorbehalten sowie Konfliktfähigkeit und Teamfähigkeit
erlernt und trainiert werden können. Sie erfahren Freude am Kontakt
mit anderen und werden bereit, für sich und andere Verantwortung zu
übernehmen. Dabei schätzen sie ihre Möglichkeiten realistisch
ein.
Methoden
Durch exemplarische Auswahl von Lerninhalten
und sinnvolle Verknüpfung der Lernbereiche wird Lernen in Zusammenhängen
möglich. Die Intention des Faches legt es nahe, persönliche Interessen
und Einstellungen der Schüler zu einzelnen Lernbereichen zu thematisieren
und zur Grundlage des Unterrichts zu machen. Vorerfahrungen der Schüler
zusammenzutragen und zu ordnen, theoretische Überlegungen grundsätzlich
mit praktischem Handeln zu verknüpfen, fächerübergreifende
Aspekte und individuelle Lernwege zu berücksichtigen sind geeignete
Vorgehensweisen für einen lernwirksamen Unterricht.
Kooperation
Zahlreiche Themenstellungen erfordern fächerübergreifendes
Lernen.
In allen Lehrplänen des Lernfeldes Arbeitslehre
sind Projektvorschläge eingearbeitet. In diesen fächerübergreifenden
Projekten sollen die arbeitspraktischen Fächer und das Fach Arbeitslehre
so integriert werden, dass Zusammenhänge und Wechselwirkungen, die
z. B. zwischen technischen, ökonomischen und sozialen Bereichen des
Lebens bestehen, von den Schülern beispielhaft erfahren und reflektiert
werden können.
Informatik
(Wahlfach)
Aufgaben des Fachs
Das Fach Informatik soll
die Schüler zu informationstechnischer Grundkompetenz führen
und Fähigkeiten zum Umgang mit vielfältigen Anwendungen der Informationstechnik
in der Arbeitswelt anbahnen. Die Schüler sollen in die Lage versetzt
werden, den Computer als Werkzeug und Medium für altersgemäße
Aufgabenstellungen sachgerecht und kreativ, verantwortlich und kritisch
zu nutzen. Dabei wird problemlösendes, strukturierendes Denken sowie
genaues, zielorientiertes Arbeiten gefördert. Mit den Auswirkungen,
Möglichkeiten und Grenzen der neuen Technologien im privaten, gesellschaftlichen,
wirtschaftlichen und beruflichen Bereich sollen sie sich kritisch auseinander
setzen; dazu gehört auch, sich auf dem unübersichtlichen Feld
einer sich immer rascher weiterentwickelnden Technologie zu orientieren.
Ziele und Inhalte
Das Fach Informatik baut
auf den im Kaufmännisch-bürotechnischen Bereich der Jahrgangsstufe
7 erworbenen grundlegenden Fertigkeiten im Umgang mit dem Computer auf.
Die Inhalte der Informationstechnischen Grundbildung werden vertieft und
ergänzt.
Die Schüler erwerben
elementare Einsichten in die Informationstechnik sowie in die Zusammenhänge
und wesentlichen Strukturen der Informationsverarbeitung. Sie erlernen
den praktischen Umgang mit dem Computer, seiner Peripherie und Software
sowie deren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der
Problemlösung und der Beschaffung, Bearbeitung, Auswertung, Darstellung,
Aus- und Weitergabe von Informationen.
Die Schüler erfahren
die Auswirkungen der neuen Technologie und werden für die Gefahren
der Manipulation und die Notwendigkeit des Urheberrechts- und Datenschutzes
sensibilisiert.
Fachspezifische Methoden
Der Informatikunterricht
der Hauptschule hat seinen Schwerpunkt in der praktischen Arbeit am Computer.
Alle notwendigen Begriffe und Kenntnisse sollen im Umgang mit Hard- und
Software erworben werden.
Die Schüler analysieren
Probleme und gliedern sie in einzelne Lösungsschritte, entwickeln
Algorithmen und überprüfen diese am Rechner.
Sie wählen aus der
vorhandenen Hard- und Software geeignete Werkzeuge aus und setzen sie gezielt
und rationell ein. Kooperation, Teamarbeit und gegenseitige Hilfe unterstützen
das sach- und problemorientierte Bearbeiten von Aufgabenstellungen, besonders
innerhalb
von Unterrichtsprojekten.
Kooperation
Das Fach eignet sich auch
besonders zur Zusammenarbeit im Rahmen von fachübergreifenden Projekten,
in denen die erlernten Werkzeuge zur Erfassung, Auswertung und Darstellung
von Informationen angewendet werden können.
Kurzschrift
(Wahlfach)
Ziele und Aufgaben
Das Wahlfach Kurzschrift richtet sich an die
Schüler, die sich mit einer rationellen Art des Schreibens vertraut
machen wollen. Sie erlernen die Verkehrsschrift, ggf. auch Teile der Schnellschrift
der Deutschen Einheitskurzschrift und sollen erkennen, dass die Anwendung
der Kurzschrift eine zeitsparende Möglichkeit für schriftliche
Aufzeichnungen im privaten und beruflichen Bereich darstellt. Die
Kurzschrift stellt ein Teilgebiet der Textverarbeitung dar und trägt,
auch in Verbindung mit dem Einsatz anderer Informations- und Kommunikationstechniken,
zur Rationalisierung von Arbeitsabläufen bei.
Kapitel
I - Grundlagen und Leitlinien
Kapitel II: A Fächerübergreifende
und fachbezogene Unterrichts- und Erziehungsaufgaben
Abschließende Zusammenfassung
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