B      Fachbezogene Unterrichts- und Erziehungsaufgaben

Deutsch

Bedeutung des Faches
Der Deutschunterricht hilft den Schülern, die deutsche Sprache in gegenwärtigen und künftigen Lebenssituationen angemessen und richtig zu gebrauchen. ...Durch den aufmerksamen Umgang mit der Sprache soll den Schülern die Bedeutung von Sprache als Mittel zwischenmenschlicher Verständigung und als Schlüssel zum Welt- und Selbstverständnis bewusst werden. Sie lernen Sprache als ein grundlegendes Instrument zum Verstehen und zur Verarbeitung von Eindrücken, vor allem der vielfältigen Bildeindrücke, in einer mediengeprägten Alltagswelt kennen. Die Schüler werden befähigt, die Sprache in ihren Besonderheiten von der "Sprache" der verschiedenen Medien zu unterscheiden und die unterschiedlichen symbolischen Darstellungs- und Ausdrucksformen sinnvoll zu nützen. Sprachliches Handeln erfahren sie als Teil des sozialen Verhaltens.
Sprechen und Schreiben
Im Teilbereich Sprechen und Schreiben lernen die Schüler, sich je nach Situation und Absicht partnergerecht, sachangemessen und verständlich zu äußern. In Gesprächen und Diskussionen üben sie sich darin, ihre Meinung in differenzierter Form vorzutragen, dabei den Gesprächspartner zu achten und auf ihn einzugehen. Indem sie ihre Bedürfnisse und Gefühle auszudrücken lernen, tragen sie wechselseitig zur Entstehung einer guten Gesprächsatmosphäre bei. Die Schüler gewinnen im Laufe der einzelnen Jahrgangsstufen zunehmend an Sicherheit im Erzählen, Informieren, Appellieren und Argumentieren und lernen, alltags- und berufsorientierte Situationen zu bewältigen. Der kreative Umgang mit Sprache hilft ihnen, Phantasie und eigene Ideen zu entwickeln und gestalterisch zum Ausdruck zu bringen.
Die Schüler sollen sich bewusst werden, dass es beim mündlichen und schriftlichen Sprachhandeln wesentliche Unterschiede zu beachten gilt.
Lesen und Mediengebrauch
Vorrangiges Ziel des Unterrichts im Teilbereich Lesen und Mediengebrauch ist es, dass die Schüler Freude am Lesen haben und den Wert eigener Lektüre erfahren. Durch einen aktiven Umgang mit Gedichten, epischen Klein- und Großformen sowie dramatischen Texten erarbeiten sich die Schüler eine literarische Grundbildung. Dabei werden auch Prinzipien eines produktions- und handlungsorientierten Literaturunterrichts berücksichtigt. Positive Erfahrungen mit Literatur können die Schüler veranlassen, einzelne literarische Texte weiterzuvermitteln, z. B. durch Gedichtvorträge, eigene Theateraufführungen und eigene Tonband- oder Videoaufnahmen.Anregende Lesestoffe, auch aus anderen Kulturen und über andere Kulturen, machen nachdenklich und fördern das Fremdverstehen und die Toleranz. Altersgerechte und interessante Kinder- und Jugendbücher und Jugendzeitschriften motivieren die Schüler, auch in der Freizeit zu lesen. Anregung zum Lesen erhalten sie zudem über andere Medien, z. B. eine Literaturverfilmung im Kino oder Fernsehen. Sie vergleichen literarische Texte mit anderen medialen Darstellungen und lernen auf diese Weise die besonderen Leistungen und Wirkungen der Sprache kennen.
Den Schülern sollen Bücher und andere Medien in ihrem ästhetischen Wert bewusst werden und sie sollen lernen, aus dem vielfältigen Angebot kritisch und eigenverantwortlich auszuwählen.
Bei Sach- und Gebrauchstexten beachten die Schüler die jeweilige Eigenart. Sie lernen, diese genau zu lesen, wesentliche Aussagen zu erfassen und die verwendeten sprachlichen Mittel zu erkennen. Ebenso lernen sie, Informationen aus unterschiedlichen anderen Medien selbstständig zu entnehmen und auszuwerten. Thematische Querverbindungen zum Sachunterricht ermöglichen den Schülern eine vertiefte inhaltliche Auseinandersetzung.
Sprachbetrachtung Rechtschreiben...
Arbeitstechniken
Besonderer Wert ist auf die Vermittlung von Arbeitstechniken zu legen, die für ein zunehmend selbstständiges und, im Hinblick auf Beruf und Freizeit, für ein lebenslanges Lernen erforderlich sind. Wichtige Arbeitstechniken, z. B. das Erstellen einer Stichpunktreihe, das Gliedern von Texten oder das Nutzen neuer Informations- und Kommunikationstechniken, sind im Lehrplan als verbindlich ausgewiesen und werden im Unterricht integriert behandelt.
Unterrichtsformen
Offene Unterrichtsformen, z. B. Lern- und Übungszirkel und Projekte, sowie handlungsorientierte Arbeitsweisen, auch in Verbindung mit dem Einsatz audiovisueller Medien und des Computers, machen das Gelernte verfügbar und fördern seine Verwendung in neuen Zusammenhängen. Maßnahmen der inneren Differenzierung sind geeignet, sowohl begabte Schüler als auch Schüler mit besonderen Schwierigkeiten individuell zu fördern. Erfolge hängen vielfach davon ab, inwieweit es dem Lehrer gelingt, Interesse und Freude an Sprache und Literatur zu erhalten oder neu zu wecken und zu festigen.
Standardsprache / Mundart
Die Schüler lernen Situationen, in denen die Standardsprache erforderlich ist, zu erkennen und angemessen zu bewältigen. Gleichzeitig erfahren sie wichtige Funktionen der Mundart, z. B. Vermitteln von Vertrautheit und sozialer Nähe. Der Vergleich von Standardsprache und Dialekt sowie anderer Sprachvarietäten wie Fach- und Gruppensprachen wird einerseits in der Sprachbetrachtung gefördert, erfolgt andererseits auch immer wieder im Zusammenhang mit eigenem Sprechen und Schreiben sowie der Mediennutzung.
Integrativer Deutschunterricht
Die Förderung der sprachlichen Fähigkeiten der Schüler bedingt einen integrativen Deutschunterricht, in dem alle Zielsetzungen nur in enger Verflechtung miteinander verwirklicht werden können. So ist das Lesen von Texten vom Sprechen und Schreiben, insbesondere dem kreativen Umgang mit Sprache, nicht zu trennen. Es fördert einen differenzierten Sprachgebrauch und regt durch Textvergleiche zum Schreiben an. Die durch Sprachbetrachtung gewonnenen Einsichten in sprachliche Mittel und ihre Wirkungen führen zu einem vertieften Textverständnis. Sie werden erst dann sicher verfügbar, wenn die Schüler sie auch bei eigenen Gestaltungsversuchen handelnd erproben.
Fächerübergreifendes Arbeiten
Zwischen dem Deutschunterricht und anderen Fächern sind Querverbindungen zu nutzen. Damit wird es den Schülern erleichtert, Sach- und Sinnzusammenhänge zu erkennen und Unterrichtsinhalte besser zu verstehen. So bieten Themen aus anderen Fächern konkrete Sprech- und Schreibanlässe, bei denen die Schüler fachliches Wissen sprachlich angemessen einbringen.
Gerade im fächerübergreifenden Unterricht kommt dem Projekt große Bedeutung zu. Es ermöglicht den Schülern im Besonderen ihre sprachliche Handlungsfähigkeit zu erweitern, da sie dabei Gelegenheit bekommen, Arbeitsbereiche und Aufgabenstellungen mitzubestimmen, Arbeitsweisen und Arbeitsschritte zu begründen und Ergebnisse vorzustellen.


Mathematik

Ziele und Inhalte
...Die Schüler sollen lernen, vom Taschenrechner, der ab der Jahrgangsstufe 7 eingesetzt wird, sinnvoll Gebrauch zu machen. Mit geeigneter Software stellt der Computer ein wichtiges Arbeitsmittel im Mathematikunterricht dar. Der Unterricht soll zur Selbstständigkeit ermuntern, den Einfallsreichtum fördern und Freude am mathematischen Tun wecken.
Sachrechnen
... Die Arbeit in Sachfeldern sowie unterrichtliche Vorhaben und Projekte ermöglichen ein realitätsbezogenes Lernen.
Wichtige Schüleraktivitäten sind das Erschließen von Bildmaterial, das anschauliche und gründliche Erfassen von Aufgabentexten, ein systematisches Ordnen von Daten, die Formulierung sachgerechter Fragen, die einsichtige Entwicklung und übersichtliche Darstellung von Lösungswegen, das überschlägige Ermitteln von Zwischen- und Endergebnissen sowie eine prüfende und sichernde Arbeitsrückschau. Förderlich erscheint auch das Variieren von Sachaufgaben (Ändern von Zahlen, Austausch gegebener und gesuchter Größen, Veränderung bzw. Erweiterung des Sachverhalts oder der Fragestellung usw.). Schließlich sollen die Schüler auch selbst Aufgaben formulieren.
Methoden
...Um ihren Einfallsreichtum zu fördern und Freude an mathematischem Tun zu gewinnen, lösen die Schüler z. B. Zahlenrätsel und Knobelaufgaben, gehen gestalterisch mit geometrischen Formen um und beschäftigen sich mit Übungs- und Strategiespielen.
 


Englisch

Situative Anreize zum Sprechen sowie vielfältige Aufgaben- und Interaktionsformen sollen den Schülern helfen, ihre begrenzten Redemittel in immer neuen Variationen und Zusammenhängen anzuwenden und zu kombinieren. Die Schüler erfahren zudem, wie wichtig auditive, audiovisuelle und elektronische Medien für das Fremdsprachenlernen sind und werden angeregt, diese auch im außerschulischen Bereich zu nutzen.
Ein Angebot, das intensives und abwechslungsreiches Üben, gerade auch unter Nutzung neuer Medien, fördert, hilft den Schülern - insbesondere auch leistungsschwächeren - ihr sprachliches Können zu festigen.
 

Physik/Chemie/Biologie

Fachspezifische Lehr- und Lernmittel
Der Erwerb fachgemäßer Fähigkeiten und Arbeitsweisen benötigt fachspezifische Lehr- und Lernmittel. Der Unterricht ist auch auf den ergänzenden Einsatz von Medien angewiesen. Damit erhalten die Schüler Einblicke in Aspekte der Wirklichkeit, die sonst nicht oder nur sehr schwer zugänglich sind. Die Selbsttätigkeit der Schüler wird durch den Einsatz geeigneter Computerprogramme unterstützt. Auch bei der Bereitstellung und Betreuung der Lehr- und Lernmittel wirken die Schüler mit.
 


Geschichte/Sozialkunde/Erdkunde

Fächergruppe
Die Fächer Geschichte, Sozialkunde und Erdkunde sind zu einer Fächergruppe zusammengefasst. Diese wird auf der Grundlage eines Lehrplans von einer Lehrkraft unterrichtet und bietet den Schülern Gelegenheit, das Zusammenleben der Menschen in ihrem jeweiligen Lebensraum, in Geschichte und Gegenwart zu untersuchen. Dabei verschaffen sie sich Einsichten in wechselseitige Beziehungen individueller, gesellschaftlich-sozialer, politischer, kultureller, wirtschaftlicher und räumlicher Bedingungen.
Geschichte
Regionalgeschichtlicher Zugriff
Der Zugriff auf die bayerische Geschichte, auf regional- und heimatgeschichtliche Phänomene erleichtert den Schülern den Zugang zur deutschen und internationalen Geschichte. Am Beispiel Europas soll deutlich werden, dass trotz der nationalen Vielfalt auf ein gemeinsames Erbe aufgebaut werden kann und gemeinsame Ziele möglich sind, ohne dass die einzelnen Regionen ihre Eigenheit und ohne dass ihre Bewohner ihre Identität verlieren.
Arbeitsweisen
Die Schüler sollen dazu befähigt werden, die Zeitdimensionen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufeinander zu beziehen. Dem Erlernen fachspezifischer Arbeitsweisen, insbesondere der Informationsgewinnung, kommt hier große Bedeutung zu: Auswerten von Quellen (gegenständliche, bildliche, schriftliche, mündliche), Erfassen dargestellter Geschichte (Lehrererzählung, Sach- und Jugendbuch, Karten, Statistiken, Modelle, Comic, Film und neue Medien), Aufsuchen von Geschichte am außerschulischen Lernort (historische Stätte, Museum, Ausstellung, Archiv) und Einordnen des historischen Geschehens in das Kontinuum (Zeitleiste). Der multiperspektivische, durch fachspezifische Arbeitsweisen geprägte Umgang mit Vergangenheit erfordert viel Unterrichtszeit. Zur Realisierung dieses Anliegens müssen deshalb Themenschwerpunkte gesetzt werden. Dies hat zur Folge, dass andere Inhalte nur im Überblick erarbeitet werden können.

Sozialkunde

Aufgaben und Ziele
Im Sozialkundeunterricht machen sich die Schüler Gedanken über das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft sowie über die Stellung sozialer Gruppen. Sie lernen dieses Beziehungsgefüge in seinen wechselseitigen Abhängigkeiten, mit seinen Regeln und Organisationsformen kennen. Sie reflektieren auch ihre eigenen Sozialisationsbedingungen und entwickeln Wertvorstellungen für die eigene Lebensgestaltung. Darüber hinaus eignen sie sich Grundkenntnisse ... weltweite politische Zusammenhänge an. Sie sollen die Bedeutung politischer Partizipationsformen und demokratischer Verfahrensweisen erfassen und immer wieder die Möglichkeit haben, die entsprechenden Verhaltensweisen zu erproben. Sie lernen ihre Rechte und Pflichten kennen und werden zunehmend fähig, als selbstständig denkende Staatsbürger zu handeln. Sie eignen sich Methoden an, die es ihnen ermöglichen, ihre bereits gewonnenen Einstellungen auf der Grundlage neuer Erkenntnisse und Erfahrungen zu überprüfen und zu verändern.

Erdkunde

Aufgaben und Ziele
Grundlegende Aufgabe des Unterrichtsfaches Erdkunde ist es, den Schülern ein räumliches Bild der Welt zu vermitteln. Die Schüler erfassen die vielfältige Gliederung der Erde in Natur- und Kulturräume. Sie beschäftigen sich mit den natürlichen und sozialen Lebensbedingungen und mit dem Zusammenleben der Menschen in Räumen. Dabei erfahren sie, wie menschliche Nutzungsformen und Wirtschaftsweisen die räumlichen Gegebenheiten in der Heimatregion, in Deutschland, Europa und in der Welt veränderten. Sie werden aufmerksam auf die Konsequenzen, Grenzen und Fehlentwicklungen und lernen, wie die Lebensbedingungen von Menschen sozial und ökologisch verantwortbar gestaltet werden können. Sie machen sich bewusst, dass die natürlichen oder naturnahen Räume ebenso bewahrt werden müssen wie die kulturelle Vielfalt auf der Erde. Sie erhalten Einblick in die internationalen und globalen Verflechtungen und Abhängigkeiten.
Erdkunde fördert die Orientierungsfähigkeit des Schülers und hilft ihm, sich in seinem eigenen Lebensraum zurechtzufinden. Die Schüler lernen, Räume mit geographischen Fachbegriffen zu beschreiben. Sie eignen sich Wissen an, um Räume und Lebensbedingungen von Menschen in ihren geographischen Zusammenhängen zu erklären. Sie werden angeleitet, die wichtigsten auf der Welt ablaufenden räumlichen Prozesse und die ihnen zugrunde liegenden Kräfte zu begreifen. Sie entwickeln die Bereitschaft, sich aktiv an der Lösung lokaler, regionaler und globaler raumwirksamer Probleme zu beteiligen und somit zur Verbesserung der Lebensqualität beizutragen.
Wertorientierung
Im Unterricht der Fächergruppe werden die jungen Menschen mit grundlegenden Überzeugungen vertraut, welche die moderne abendländisch-westliche Kultur prägen.... Gleichzeitig erkennen sie, dass es auf der Welt unterschiedliche Wertvorstellungen gibt.
Arbeitsweisen
Von Anfang an sind die fachgemäßen Arbeitsweisen verbindliche Unterrichts-inhalte. Sie werden gezielt eingeführt, intensiv geübt und beständig weiterentwickelt. Dazu gehören: Arbeiten und Umgehen mit Texten (z. B. historischen Quellentexten, darstellenden Sachtexten), Medien (z. B. Karten, Fotos, Bildern, Karikaturen, Statistiken, Diagrammen, Schaubildern und der Zeitleiste), Objekten (Globus, Modellen, Sachquellen); Informationen sammeln und auswerten (Beobachten von Objekten; Erkunden von Institutionen; Befragen und Interviewen von Experten und Zeitzeugen); in Simulationsspielen (Rollen- und Planspiel) verschiedenartige Verhaltensweisen erproben; Ergebnisse dokumentieren (Protokolle verfassen, Beobachtungen notieren, Berichte schreiben, Skizzen anfertigen, Situationen schildern; Sachverhalte in Skizzen, Tabellen, Schaubildern, Profilen grafisch darstellen); Fallanalysen, Diskussionen.


Sport

Vernetzung
Die Ziele und Inhalte der Lernbereiche Gesundheit, Fairness, Kooperation und Umwelt werden im Sportunterricht mit den Zielen und Inhalten des Lernbereichs Leisten, Gestalten, Spielen vernetzt. Die Zusammenarbeit mit anderen Fächern sichert den Erziehungsauftrag zusätzlich ab.
Lernbereich Leisten, Gestalten, Spielen
Im Lernbereich Leisten, Gestalten, Spielen werden diese drei wesentlichen sportlichen Sinnrichtungen an ausgewählten Sportarten und Sportbereichen umgesetzt. Er geht aus von der Erkenntnis, dass Kinder und Jugendliche etwas leisten wollen, sich durch ihre Leistungen ausdrücken und sich miteinander vergleichen wollen. Dabei orientieren sich Leistungen nicht ausschließlich an Wertungstabellen und -richtlinien, sondern auch an subjektiven Kriterien des individuellen Lernzuwachses. Leistung und Leistungszuwachs können das Selbstwertgefühl stärken. ... Das Spiel lebt im Wesentlichen von der Ungewissheit seines Ausgangs und von der Entscheidungsfreiheit des Einzelnen innerhalb vorgegebener Spielregeln, aber auch vom Anpassen von Spielidee und Spielregeln an unterschiedliche, ständig wechselnde Voraussetzungen.
 


Musik

Übergreifende Ziele und Aufgaben
Musik ist wesentlicher Bestandteil der menschlichen Kultur und hat einen hohen Stellenwert im Leben junger Menschen. Musikverstehen und -erleben tragen zur allgemeinen Bildung und zur Persönlichkeitsentfaltung bei.
Grundanliegen des Faches ist es, das Interesse an Musik soweit zu vertiefen, dass die Schüler ein persönliches Verhältnis zu den vielfältigen musikalischen Ausdrucksweisen und Erscheinungsformen entwickeln, sie als Teil ihres Selbst- und Weltverständnisses erfahren und zu kreativen Tätigkeiten angeregt werden. Die intensive Beschäftigung mit Musik soll Freude bereiten, kommunikative und soziale Verhaltensweisen fördern, das Ausdrucksvermögen der Schüler steigern und sie zu einer differenzierten sinnlichen Wahrnehmung anregen. Die Schüler sollen in ihrem Urteilsvermögen für künstlerische und ästhetische Erscheinungen gefördert werden und die Fähigkeit entwickeln, aus dem vielfältigen musikalischen Angebot bewusst, kritisch und selbstbestimmt auszuwählen. Zu den Besonderheiten des Faches gehört es, dass musikalische Betätigung und Hören von Musik einen entspannenden Effekt erzielen, der sich positiv auf den Schulalltag auswirken kann. Im Wechsel von Spannung und Entspannung erfahren die Schüler vielfältige Wirkungsmöglichkeiten der Musik.
Inhalte und Zielvorstellungen
Der Schwerpunkt des Musikunterrichts liegt auf einem handlungsorientierten Umgang mit Musik. Dazu gehören das gemeinsame Singen (pro Jahrgangsstufe werden drei Lieder auswendig gelernt, vgl. KMBek vom 06.05.1985 KWMBl I S. 74) und Musizieren nach Vorlagen, das eigenständige Gestalten mit musikalischen Materialien, das Hören von Musik und das Umsetzen von Musik in Bild, Bewegung und Szene. Bei all diesen musikalischen Umgangsweisen bringen die Schüler ihre Erfahrungen und Vorlieben, auch im Zusammenhang mit der Mediennutzung, ein und erwerben notwendige Kenntnisse. Ein solcher schülerorientierter Unterricht eröffnet vielfältige Zugänge zur Musik und ermöglicht den Schülern, ihre spezifischen Fähigkeiten einzubringen und zu erweitern. Voraussetzung dafür ist, dass die verschiedenen Bereiche des Musikunterrichts ständig aufeinander bezogen werden.
Gegenstand des Unterrichts kann Musik aller Zeiten und Stile sein. Bedeutsam für viele Hauptschulen ist das Zusammenleben von Schülern verschiedener nationaler Herkunft. In der Auseinandersetzung mit Musik der unterschiedlichen Kulturen lassen sich Möglichkeiten finden, Interesse und Verständnis für Fremdes zu wecken.
Aufbau des Lehrplans
Im Fachlehrplan sind für jede Jahrgangsstufe vier übergreifende Themenstellungen ausgewiesen; sie sind in besonderer Weise geeignet, die Musik, die verschiedenartigen musikbezogenen Umgangsweisen und die Erfahrungen und Interessen der Schüler sachgerecht miteinander zu verknüpfen. Dabei ist es dem Lehrer möglich, ungeachtet der Verzahnung dieser Aspekte je nach Themenstellung bestimmte Schwerpunkte zu setzen. Die Reihenfolge der einzelnen Themen und die Intensität der Behandlung im Unterricht sind freigestellt. Fächerübergreifendes Arbeiten kann in vielfältiger Weise einbezogen werden.
Organisation
Ab der Jahrgangsstufe 7 ist Musik Wahlpflichtfach, in der Jahrgangsstufe 10 Wahlfach. Dementsprechend soll den spezifischen Neigungen und Möglichkeiten der Schüler, insbesondere im Bereich des aktiven Musizierens und Gestaltens, in diesen Jahrgangsstufen größerer Raum gegeben werden. Über den Rahmen des Klassenunterrichts hinaus finden sich Schüler zu Arbeitsgemeinschaften zusammen. Musikalische Darbietungen bereichern das Schulleben und prägen das Bild der Hauptschule in der Öffentlichkeit.
 


Kunsterziehung

Bildungsauftrag
Die Hauptschule hilft den Schülern, sich ein Bild von der Welt zu machen. Die Kunsterziehung trägt dazu im wörtlichen wie im übertragenen Sinne bei: Das Wahrnehmen und bildhafte Veranschaulichen wie das Nachdenken und Sprechen über ihre Eindrücke und Vorstellungen, Bedürfnisse und Wünsche entwickelt und bereichert die sinnliche Erfahrung der Schüler, damit sie lernen, die Welt zu verstehen, zu ordnen und verantwortlich mitzugestalten.
Lernbereiche, Themenkreise, Handlungsfelder
In den fünf Lernbereichen Bildnerische Praxis, Kunstbetrachtung, Gestaltete Umwelt, Visuelle Medien und Darstellendes Spiel werden den Schülern Möglichkeiten kreativen Schaffens und Wege zum Verständnis der bildenden Kunst und anderer ästhetischer Bereiche eröffnet. In jeder Jahrgangsstufe sind diese Lernbereiche in Themenkreisen mit den beiden Handlungsfeldern Gestalten und Betrachten konkretisiert.
Das Gestalten unfasst alle praktischen Aktivitäten bildhafter Erfindung und Darstellung in Gestaltungsgebieten wie Zeichnen und Malen, Formen und Bauen, Schreiben, Drucken, Collagieren. Die pädagogischen Bemühungen sind dabei sowohl auf die Auseinandersetzung mit dem Sichtbaren als auch auf die Entfaltung der Phantasie gerichtet.
Das Betrachten umfasst alle Aktivitäten der Wahrnehmung, der Vorstellung und der gedanklichen Verarbeitung. Die pädagogischen Bemühungen sind dabei sowohl auf die Bereicherung der ästhetischen Erfahrung als auch auf deren sprachliche Strukturierung gerichtet. Die Handlungsfelder Gestalten und Betrachten ergänzen sich wechselseitig und sind im Lehrplan deshalb parallel gesetzt, wobei das jeweils im Themenkreis führende Handlungsfeld voransteht.
Ziele der Lernbereiche
Im praktischen Erproben unterschiedlicher Mittel und Möglichkeiten bildnerischer Gestaltung und im darstellenden Spiel lernen die Schüler ihre Wahrnehmungen, Vorstellungen und Empfindungen anschaulich auszudrücken. Das Artikulieren eigener ästhetischer Bedürfnisse, das Formulieren von Aussagen zur eigenen Person und Lebenssituation und die Auseinandersetzung mit der Natur, der gestalteten Umwelt, der Arbeitswelt und mit den Einflüssen der Medien fördern Selbsterkenntnis, Sachkompetenz und Urteilsfähigkeit der Heranwachsenden.
Ihrer Umwelt sollen die Schüler aufmerksam begegnen, sie als gestaltet und gestaltbar begreifen und lernen, Ideen zu ihrer Verbesserung zu entwickeln und darzustellen. Im Umgang mit den Medien lernen die Schüler, sich als kompetente Nutzer und produktive Gestalter verantwortungsvoll zu verhalten. In der Freude am selbstständigen und gemeinschaftlichen Arbeiten sollen die Schüler Eigeninitiative und Kooperationsfähigkeit entwickeln und dabei auch lernen, gestalterische Ergebnisse anderer zu achten.
Die Schüler begegnen Künstlern und Kunsthandwerkern der Vergangenheit und Gegenwart und gewinnen Einblick in die Eigenart und Vielfalt ihrer schöpferischen Leistungen. Die Schüler lernen allmählich zu eigenen ästhetischen Wertungen zu gelangen, ihr Bewusstsein für den Wert tradierter Formen und Leistungen zu schärfen, sich für den Erhalt kultureller Überlieferung mitverantwortlich zu fühlen, aber auch Aufgeschlossenheit und Toleranz gegenüber dem Neuartigen und Ungewohnten zu üben. Besuche von Werkstätten, Betrieben und Ausstellungen geben Einblick in gestalterische Berufe, Arbeitsprozesse und deren Ergebnisse, sowie Anregungen für Eigentätigkeit, auch über die Schulzeit hinaus.
Kreative Vielfalt und pädagogischer Freiraum
Für das gestalterische Arbeiten ist charakteristisch, dass eine Vielzahl unterschiedlicher bildnerischer Lösungen Gültigkeit hat. Dies gilt für Kunstwerke wie für Schülerarbeiten. Deren wirkungsvolle Präsentation, z. B. im Rahmen einer Ausstellung, unterstreicht den Wert der eigenen Leistung und fördert die Anerkennung unterschiedlicher Gestaltungsweisen.
Da die Entfaltung kreativer Prozesse größere Spielräume erfordert, ist dem Fachlehrplan ein erhöhtes Maß an pädagogisch frei verfügbarer Unterrichtszeit zugrunde gelegt. Offene Themenformulierungen und Unterrichtsformen, die das entdeckende Lernen unterstützen, sind in den Vordergrund gerückt. Wo immer möglich, sollte der Lehrer in seiner Unterrichtsplanung durch Themenkreisverknüpfungen ein Lernen in größeren Zusammenhängen fördern.
 


Arbeitslehre

Leitfach
Das Unterrichtsfach Arbeitslehre und die arbeitspraktischen Fächer Gewerblich-technischer Bereich, Kaufmännisch-bürotechnischer Bereich und Hauswirtschaftlich-sozialer Bereich bilden in der Stundentafel für die Hauptschule das Lernfeld Arbeitslehre. Arbeitslehre hat darin die Funktion eines Leitfaches. Sie wirkt mit theoretischen und praktischen Inhalten und Lernzielen in die arbeitstechnischen Fächer und im fächerübergreifenden Sinn auch in die übrigen Fächer hinein.
Ziel und inhaltliche Schwerpunkte
Die Schüler der Hauptschule treten in der Regel früher als andere in das Berufsleben ein. Vorrangiges Bildungsziel des Faches Arbeitslehre ist es, sie auf jene von Arbeit geprägten Bereiche vorzubereiten, in denen sie in Zukunft als Erwerbstätige, als Produzenten von Gütern und Dienstleistungen, als Verbraucher und Wirtschaftsbürger leben werden. Die Schüler sollen ein grundlegendes Verständnis in den Bereichen Wirtschaft, Technik, Beruf und Haushalt erwerben und die Arbeit als Grundphänomen menschlichen Daseins begreifen. Dazu setzen sie sich mit wichtigen Tatsachen und Zusammenhängen der Arbeits- und Wirtschaftswelt auseinander. Sie beschäftigen sich mit Entwicklungen in diesen Bereichen und deren Auswirkungen auf das persönliche Leben und die Gesellschaft. Sie bemühen sich, dabei auch auf ökologische, soziale und politische Gesichtspunkte zu achten und lernen, entsprechend zu handeln.
Berufsorientierung
Ein wichtiges Anliegen ist es, die Schüler so anzuleiten, dass sie einen Erstberuf auswählen, der zu ihnen passt und den sie ausfüllen können. Sie sollen den Wert einer qualifizierten Berufsausbildung erkennen und einsehen, wie sehr es in allen Berufen neben fachlichem Können auch auf überfachliche Kompetenzen ankommt. Der Berufswahlprozess vollzieht sich im größeren Rahmen der eigenen Lebensplanung. Die Schüler sollen dabei auch lernen, wie sie ihre persönlichen und kulturellen Lebenssituationen realistisch in diesen Prozess einbeziehen können. Im berufsorientierenden Unterricht sollen sie auf Perspektiven für ihre zukünftige berufliche Entwicklung und die Notwendigkeit der Weiterbildung und der beruflichen Mobilität aufmerksam gemacht werden.
Wirtschaftliches Grundwissen
Ausgewählte wirtschaftliche Sachverhalte werden am privaten Einzelhaushalt, in der betrieblichen Arbeits- und Wirtschaftswelt und auch im gesamtwirtschaftlichen und gesamtgesellschaftlichen Rahmen dargestellt. In diesen Handlungsfeldern können die Schüler lebensbedeutsame Ausschnitte der wirtschaftlichen und sozialen Wirklichkeit erschließen, z. B. über die Kategorie Arbeit oder aus der Sicht des Verbrauchers. In einem handlungsorientierten Unterricht (z. B. in einem Projekt) sollen sie wirtschaftliche Zusammenhänge erfassen, indem sie exemplarisch das Zustandekommen von Entscheidungen und deren Konsequenzen erleben bzw. nachvollziehen und darüber nachdenken. Auf ihre künftige Rolle als Lohn- oder Gehaltsempfänger, als selbstständige Gewerbetreibende, als erwerbstätige Steuerzahler, als Empfänger staatlicher Leistungen, als Betroffene von Wirtschaftspolitik und als Beteiligte an wirtschaftspolitischen Meinungs- und Entscheidungsprozessen werden sie vorbereitet, indem sie mit den jeweiligen Rechten, Pflichten und Möglichkeiten der Einflussnahme bekannt gemacht werden. Insgesamt sollen sie eine Vorstellung von der Verflochtenheit der verschiedenen Bereiche bekommen.
Technik
An geeigneten Stellen erhalten die Schüler Gelegenheit, technische Prozesse und Verfahren kennen zu lernen und mit technischen Objekten umzugehen; sie werden sich mit Technikanwendung und Technikfolgen in der Arbeitswelt auseinander setzen und durch Technik herbeigeführte Veränderungen der Umwelt im privaten, beruflichen und öffentlichen Lebensbereich kritisch wahrnehmen.
 Konkrete Lebenswirklichkeit erfahren die Schüler auch, wenn sie außerschulische Experten (z. B. Berufsberater, Ausbilder, Wirtschaftsfachleute) befragen. Zusätzlich verschaffen sie sich über Medien und simulative Verfahren am Computer Einsichten in die beruflichen, technischen, sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekte der Arbeitswelt.
Kooperation Projektarbeit
Der Bildungs- und Erziehungsauftrag des Faches kann am besten erfüllt werden, wenn ausgewählte Lerninhalte in Kooperation mit anderen Fächern, vor allem den Fächern Gewerblich-technischer Bereich, Kaufmännisch-bürotechnischer Bereich und Hauswirtschaftlich-sozialer Bereich erarbeitet werden. Besonders wirksam wird die Zusammenarbeit in Form der fächergruppenspezifischen Projekte. Zusammenhänge und Wechselwirkungen, die z. B. zwischen ökonomischen, sozialen und technischen Bereichen des Lebens bestehen, sollen von den Schülern beispielhaft aufgezeigt, nachvollzogen und reflektiert werden können.
 


Werken/Textiles Gestalten

Ziele und inhaltliche Schwerpunkte
Die Schüler fertigen Gebrauchsgegenstände und eignen sich dabei grundlegende handwerkliche Techniken an; zugleich lernen sie auf diese Weise solide handwerkliche Arbeit schätzen. Es wird ihnen klar, dass bei gelungenen Werkstücken Material, Funktion und gestaltete Form zusammenwirken und eine ästhetische Einheit ergeben. Sie vergleichen käufliche Massenware mit tradierter Handwerkskunst und erkennen dabei deren Wert. Im Vergleich steigern sie ihr Qualitätsbewusstsein und verfeinern ihr Geschmacksempfinden. Dies erleichtert es ihnen, sich als kritische Verbraucher in der Konsumwelt zurechtzufinden und ihr persönliches Umfeld selbstständig und eigenverantwortlich zu gestalten. Darüber hinaus betrachten die Schüler Objekte der Alltagskultur sowie Gegenstände aus früherer Zeit und anderen Kulturen und gelangen so zu einem Verständnis kulturhistorischer Zusammenhänge sowie der Sinngebung fremder Lebensgepflogenheiten. Die Erfahrungen im Unterricht ermöglichen es den Schülern ferner, persönliche Neigungen und Fähigkeiten zu erkennen, die für ihre Berufswahl entscheidend sein können. Informationen über einschlägige Handwerkszweige können ihre Berufsorientierung ergänzen.
Qualifikationen und fachspezifische Methoden
In der tätigen Auseinandersetzung mit Material, Werkzeug und Bearbeitungstechniken erwerben die Schüler sowohl grundlegendes Fachwissen und Erkenntnisse über wichtige Zusammenhänge als auch praktische Fertigkeiten. Sie gestalten nützliche Gegenstände und erfahren dabei, wie Phantasie (bei der Entwicklung einer individuellen Idee), Logik (bei der Arbeitsplanung), Konsequenz und Ausdauer (bei der Realisierung) und Verantwortlichkeit (für das eigene Werk und die Umwelt) ineinander greifen und erkennen dies als einen ganzheitlichen Prozess. Sie machen die Erfahrung, dass die Materialbearbeitung nach handwerklichen Grundregeln auf den Werkstoff abgestimmt erfolgen muss, wenn befriedigende Ergebnisse angestrebt werden. Beim Entwerfen ihrer Werkstücke versuchen sie nach allgemeinen Gestaltungsprinzipien vorzugehen und auf Funktionalität zu achten. Maschinen und Geräte lernen sie sicherheitsbewusst und zweckmäßig einzusetzen. Ebenso sind Aspekte der Gesundheits- und Umwelterziehung fester Bestandteil des Faches.
Dabei ist die Gelegenheit zu nutzen, in unterschiedlichen Gruppierungen die Vorteile des Zusammenarbeitens zu erproben und ggf. Schwierigkeiten zu begegnen. Ein eigenständiges, einmaliges Werk geschaffen und dabei Schwierigkeiten überwunden zu haben, kann das Selbstwertgefühl der Schüler stärken und Anlass zur Freude geben. Sich selbst als tätig zu erfahren, etwas zu vollbringen und mancherlei zu können (auch als sinnvolle Beschäftigung in der Freizeit), ist zudem geeignet, als Gegengewicht zu einem passiven und unkritischen Medienkonsum zu wirken. Im Vergleich mit eigenen Ausdrucksformen vermögen die Schüler Mode, Trends und Werbung distanzierter zu beurteilen.
.Verbindung mit anderen Fächern
Die Vermittlung grundlegenden Fachwissens in einer angemessenen Fachsprache wird in die tätige Auseinandersetzung mit den Werkstoffen integriert. Dabei wird den Schülern bewusst, dass es auf sprachlich einwandfreie Formulierungen ankommt und dass Fachausdrücke häufig in die Allgemeinsprache übernommen werden.
 


Gewerblich-technischer Bereich

Aufgaben des Fachs
Im Gewerblich-technischen Bereich erwerben die Schüler handlungsorientiert Denk- und Arbeitsweisen unserer Handwerks- und Industriekultur. Besonderer Wert wird dabei auf die Entwicklung von Eigeninitiative, Flexibilität und Teamfähigkeit, auf die Schulung systematischen, planvollen Vorgehens, auf die Förderung fachbezogener Lernbereitschaft und Kreativität im technischen Bereich gelegt.
Ziele und Inhalte
In der altersgemäßen Auseinandersetzung mit technischen Problemstellungen und Gestaltungsaufgaben erarbeiten die Schüler fertigungstechnische Grundkenntnisse und erweitern ihre Einsichten in Funktionszusammenhänge, Ästhetik und Design. Sie lernen Werkaufgaben umfassend zu planen, fachgerecht, materialsparend, umwelt- und gesundheitsbewusst auszuführen und die Arbeitsergebnisse sachkundig und selbstkritisch zu bewerten. Die Schüler lernen dabei ihre Leistungsschwerpunkte kennen und in ein gemeinsames Werk einzubringen. Sie gewinnen dabei zunehmend Kompetenz und erleben persönlichen und gemeinschaftlichen Erfolg
Fachspezifische Methoden
Das Technische Zeichnen bildet in der Regel mit den beiden übrigen Lernbereichen eine Einheit. Lehrgänge im Technischen Zeichnen können bei Bedarf eingeschoben werden. Die Schüler nutzen neben den herkömmlichen Arbeitsweisen auch die Möglichkeiten des Computers. Im Mittelpunkt des Unterrichts stehen neben dem Endprodukt vor allem die Arbeits- und Lernprozesse der Schüler.
Kooperation
Durch den lebendigen Kontakt zu den gewerblichen und technischen Einrichtungen der Heimatregion und den beruflichen Schulen gewinnt der Unterricht die notwendige Aktualität und berufspraktische Bedeutung.
Gemeinsam mit dem Fach Arbeitslehre trägt der Unterricht im Gewerblich-technischen Bereich durch vorbereitende, begleitende und nachbereitende Maßnahmen sowie durch die Einbindung von Erfahrungen zum optimalen Gelingen von Betriebspraktika und Erkundungen bei.
In allen Lehrplänen des Lernfeldes Arbeitslehre sind Projektvorschläge eingearbeitet. In diesen fächerübergreifenden Projekten sollen in jeder Jahrgangsstufe die arbeitspraktischen Fächer und das Fach Arbeitslehre so integriert werden, dass Zusammenhänge und Wechselwirkungen, die z. B. zwischen technischen, ökonomischen und sozialen Bereichen des Lebens bestehen, von den Schülern beispielhaft erfahren und reflektiert werden können.
 


Kaufmännisch-bürotechnischer Bereich

Aufgaben des Fachs
Im Kaufmännisch-bürotechnischen Bereich erhalten die Schüler einen Überblick über die Bedeutung, die wichtigsten Inhalte und möglichen Entwicklungen von Kommunikation und Bürotechnik in der Informationsgesellschaft. Die Vermittlung wichtiger Arbeitstechniken sowie das Wissen über die Grundlagen moderner Bürotechniken stehen im Mittelpunkt dieses Faches. Ziel ist es, die Schüler zu befähigen, Aufgaben im privaten Bereich und im späteren Berufsleben sowohl selbstständig als auch kooperativ zu lösen.
Ziele und Inhalte
Die Schüler sollen die Tastatur und weitere Eingabegeräte fachgerecht und rationell bedienen können. Mit Hilfe entsprechender Hard- und Software lernen sie Texte zu erstellen und zu gestalten. Sie lernen die Funktionsweise sowie den verantwortungsvollen und umweltbewussten Einsatz der Computeranlage und der Bürokommunikationsmittel kennen. Die Schüler setzen sich mit Bedeutung und Nutzen der modernen Kommunikationstechniken für den Informationsaustausch im privaten und öffentlichen Leben auseinander.
Fachspezifische Methoden
Der Unterricht im Kaufmännisch-bürotechnischen Bereich orientiert sich an Normen und Standards. Die Schüler erkennen deren Sinn und wenden sie an, um Arbeitsabläufe und eigenes Handeln zu organisieren. Unter Nutzung zeitgemäßer Informationsquellen lernen sie weitgehend selbstständig und selbsttätig Lösungsmöglichkeiten zu finden und zu bewerten. Die exemplarisch erarbeiteten Lösungsstrategien dienen als Grundlage für viele Einsatzgebiete der Computertechnik. Die Schreibtechnik erlernen die Schüler von Anfang an ausschließlich am Computer.
Kooperation
Die Arbeit mit speziell ausgewählten Texten, Ausarbeitungen, Veröffentlichungen, Übersichten etc. aus verschiedenen Bereichen der Geschäftswelt fördert einen fächerübergreifenden Unterricht. Grundlagen im Umgang mit Hard- und Software sowie mit der Tastatur und anderen Eingabegeräten stellen notwendige Voraussetzungen für rationelles Arbeiten, z. B. im Fach Informatik, dar. Schreiben und Sprechen sowie die Arbeit mit Nachschlagewerken sind in Zusammenarbeit mit dem Fach Deutsch für den Kaufmännisch-bürotechnischen Bereich Grundelemente, die ständig geübt werden.
In allen Lehrplänen des Lernfeldes Arbeitslehre sind Projektvorschläge eingearbeitet. In diesen fächerübergreifenden Projekten sollen das Fach Arbeitslehre und die arbeitspraktischen Fächer so integriert werden, dass Zusammenhänge und Wechselwirkungen, die z. B. zwischen technischen, ökonomischen und sozialen Bereichen des Lebens bestehen, von den Schülern beispielhaft erfahren und reflektiert werden können. Durch eigenverantwortliches Tätigwerden sollen sie wirtschaftliche Erfahrungen sammeln. Sie erproben dabei, wie sie Aufgaben und neue Situationen bewältigen können. Die im Lernfeld Arbeitslehre unterrichtenden Lehrer planen die Projekte frühzeitig gemeinsam und arbeiten in ihnen langfristig zusammen.
Anknüpfungspunkte zum Fremdsprachenunterricht sind durch den Einsatz der Datenfernübertragung gegeben: Kontakte zu Schülern in aller Welt können hergestellt werden, das Interesse für die Kultur anderer Länder wird geweckt, die Schreibmotivation der Schüler für fremdsprachliche Texte wird erhöht.
 
 


Hauswirtschaftlich-sozialer Bereich

Aufgaben des Fachs
Indem die Schüler ihre Erfahrungen im Unterricht und an außerschulischen Lernorten reflektieren, können sie persönliche Neigungen und Fähigkeiten erkennen, diese im Hinblick auf eine mögliche Berufswahl überprüfen und einschätzen.
Ziele und Inhalte
Im Mittelpunkt steht die praktische Arbeitsaufgabe, an der die Schüler Handlungskompetenz erwerben und erweitern.
Der Computer als Mittel der Informationsbeschaffung und -verarbeitung wird auch im Hauswirtschaftlich-sozialen Bereich in geeigneten Unterrichtsvorhaben genutzt.
Im sozialen Bereich entwickeln die Schüler soziale Sensibilität, pflegen das Zusammenleben in der Gruppe, machen Erfahrungen beim Planen und Durchführen von gemeinsamen Unternehmungen und bei Hilfeleistungen für unterschiedliche Personengruppen. Sie verstehen, wie wichtig es ist, Menschen, die auf Hilfe und Zuwendung angewiesen sind, in ihrer Individualität zu respektieren. Sie erkennen, dass Wahrnehmungsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Überwinden von Hemmungen und Vorbehalten sowie Konfliktfähigkeit und Teamfähigkeit erlernt und trainiert werden können. Sie erfahren Freude am Kontakt mit anderen und werden bereit, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Dabei schätzen sie ihre Möglichkeiten realistisch ein.
Methoden
Durch exemplarische Auswahl von Lerninhalten und sinnvolle Verknüpfung der Lernbereiche wird Lernen in Zusammenhängen möglich. Die Intention des Faches legt es nahe, persönliche Interessen und Einstellungen der Schüler zu einzelnen Lernbereichen zu thematisieren und zur Grundlage des Unterrichts zu machen. Vorerfahrungen der Schüler zusammenzutragen und zu ordnen, theoretische Überlegungen grundsätzlich mit praktischem Handeln zu verknüpfen, fächerübergreifende Aspekte und individuelle Lernwege zu berücksichtigen sind geeignete Vorgehensweisen für einen lernwirksamen Unterricht.
Kooperation
Zahlreiche Themenstellungen erfordern fächerübergreifendes Lernen.
In allen Lehrplänen des Lernfeldes Arbeitslehre sind Projektvorschläge eingearbeitet. In diesen fächerübergreifenden Projekten sollen die arbeitspraktischen Fächer und das Fach Arbeitslehre so integriert werden, dass Zusammenhänge und Wechselwirkungen, die z. B. zwischen technischen, ökonomischen und sozialen Bereichen des Lebens bestehen, von den Schülern beispielhaft erfahren und reflektiert werden können.
 


Informatik (Wahlfach)

Aufgaben des Fachs
Das Fach Informatik soll die Schüler zu informationstechnischer Grundkompetenz führen und Fähigkeiten zum Umgang mit vielfältigen Anwendungen der Informationstechnik in der Arbeitswelt anbahnen. Die Schüler sollen in die Lage versetzt werden, den Computer als Werkzeug und Medium für altersgemäße Aufgabenstellungen sachgerecht und kreativ, verantwortlich und kritisch zu nutzen. Dabei wird problemlösendes, strukturierendes Denken sowie genaues, zielorientiertes Arbeiten gefördert. Mit den Auswirkungen, Möglichkeiten und Grenzen der neuen Technologien im privaten, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und beruflichen Bereich sollen sie sich kritisch auseinander setzen; dazu gehört auch, sich auf dem unübersichtlichen Feld einer sich immer rascher weiterentwickelnden Technologie zu orientieren.
Ziele und Inhalte
Das Fach Informatik baut auf den im Kaufmännisch-bürotechnischen Bereich der Jahrgangsstufe 7 erworbenen grundlegenden Fertigkeiten im Umgang mit dem Computer auf. Die Inhalte der Informationstechnischen Grundbildung werden vertieft und ergänzt.
Die Schüler erwerben elementare Einsichten in die Informationstechnik sowie in die Zusammenhänge und wesentlichen Strukturen der Informationsverarbeitung. Sie erlernen den praktischen Umgang mit dem Computer, seiner Peripherie und Software sowie deren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Problemlösung und der Beschaffung, Bearbeitung, Auswertung, Darstellung, Aus- und Weitergabe von Informationen.
Die Schüler erfahren die Auswirkungen der neuen Technologie und werden für die Gefahren der Manipulation und die Notwendigkeit des Urheberrechts- und Datenschutzes sensibilisiert.
Fachspezifische Methoden
Der Informatikunterricht der Hauptschule hat seinen Schwerpunkt in der praktischen Arbeit am Computer. Alle notwendigen Begriffe und Kenntnisse sollen im Umgang mit Hard- und Software erworben werden.
Die Schüler analysieren Probleme und gliedern sie in einzelne Lösungsschritte, entwickeln Algorithmen und überprüfen diese am Rechner.
Sie wählen aus der vorhandenen Hard- und Software geeignete Werkzeuge aus und setzen sie gezielt und rationell ein. Kooperation, Teamarbeit und gegenseitige Hilfe unterstützen das sach- und problemorientierte Bearbeiten von Aufgabenstellungen, besonders innerhalb von Unterrichtsprojekten.
Kooperation
Das Fach eignet sich auch besonders zur Zusammenarbeit im Rahmen von fachübergreifenden Projekten, in denen die erlernten Werkzeuge zur Erfassung, Auswertung und Darstellung von Informationen angewendet werden können.
 
 


Kurzschrift (Wahlfach)


 


Ziele und Aufgaben
Das Wahlfach Kurzschrift richtet sich an die Schüler, die sich mit einer rationellen Art des Schreibens vertraut machen wollen. Sie erlernen die Verkehrsschrift, ggf. auch Teile der Schnellschrift der Deutschen Einheitskurzschrift und sollen erkennen, dass die Anwendung der Kurzschrift eine zeitsparende Möglichkeit für schriftliche Aufzeichnungen im privaten und beruflichen Bereich darstellt. Die Kurzschrift stellt ein Teilgebiet der Textverarbeitung dar und trägt, auch in Verbindung mit dem Einsatz anderer Informations- und Kommunikationstechniken, zur Rationalisierung von Arbeitsabläufen bei.
 




Kapitel I - Grundlagen und Leitlinien

Kapitel II: A  Fächerübergreifende und fachbezogene Unterrichts- und Erziehungsaufgaben

Abschließende Zusammenfassung

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