Universität Erlangen-Nürnberg
Erziehungswissenschaftliche Fakultät
V/UE: Computer im Kunstunterricht
Dozent: Herr Schraepler
SS 2003/ 04
Marcus Ammon
23.06.2003
Geboren wurde S. van Hüth 1963 in Bocholt, nahe der Holländischen Grenze, wo sie auch heute noch lebt. Sie ist verheiratet und Mutter eines 12jährigen Sohnes.
Beruflich ist sie im Bereich Webdesign tätig, wobei es für sie nahe lag den Computer auch in ihrer Freizeit zu benutzen.
Mit dem Kauf ihres ersten Grafikprogramms begann auch ihr Hobby der "Digitalen Fotobearbeitung". Angefangen hat sie mit den Stars und Sternchen der 50er Jahre; den alten Fotos von Marilyn Monroe neues Leben einzuhauchen. Aber eine besondere Herausforderung sah sie in der erotischen Fotografie.
Stundenlang experimentierte sie und vergaß dabei, wie sie schrieb, ihre Umwelt. Stellenweise konnte sie selber nicht mehr nachvollziehen, wie so einige Bilder entstanden sind.
Zwei verschiedene Fotografien so zu verschmelzen, als könne eines allein nicht existieren, das ist ihr Ziel.
Frank Zöllner: Das Ende des Körpers: Paul Klees künstlerische Ethik im Kontext zeitgenössischer Triebökonomie. In: Corbineau-Hoffmann, A./Nicklas, P. (Hg.): Körper/Sprache. Ausdrucksformen der Leiblichkeit in Kunst und Wissenschaft. Hildesheim 2002, S. 213240.
Die Sache mußte ein Ende haben. Zunächst in der Antike und dann seit der Renaissance waren schöne Körper und hierbei auch der weibliche Akt privilegierter Gegenstand der bildenden Kunst gewesen.
Doch mit dem Ausgang des 19. Jahrhunderts begannen Künstler, die Ästhetik des Nackten und Erotischen ebenso wie später das gegenständliche Abbilden überhaupt kritisch zu hinterfragen.
Auch der aus Bern in der Schweiz stammende Maler und Graphiker Paul Klee formulierte bereits zu Beginn seiner Karriere Vorbehalte gegen die Darstellungstraditionen und den konventionellen Akt:
"Der Aktsaal machte einen spezifischen Milieueindruck auf mich. Das häßlich Weib mit dem schwammigen Fleisch, aufgeblasenen Brüsten, ekelhaften Schamhaaren sollte ich nun mit einem spitzen Bleistift zeichnen! Ich tat meine Pflicht und ging ans Werk."
Der Körper und sein Abbild gehörten für Klee in den Bereich der diesseitigen objektiv-irdischen Anschauung, in einen Bereich also, dem der Künstler eine höherwertige subjektive Sphäre gegenüberstellte. In dieser, nicht dem Körperlichen verhafteten Sphäre siedelte Klee auch die Moderne an, als deren Vertreter er sich fühlte.
Nach der Rückkehr von seiner Parisreise vom Sommer 1905 prophezeite der Künstler schließlich das Ende einer akademischen, an der mechanischen Abbildung der Realität orientierten Malerei.
Wenig später fühlte er sich über die traditionelle Darstellung der schönen Wirklichkeit erhaben und antizipierte im "rein selischen Genuß malerischer, koloristischer oder zeichnerischer Werte" bereits die zunehmend abstrakten Bildwelten der folgenden Jahrzehnte.
Gleichwohl thematisierte der Künstler vor allem in seinen frühen Werken den menschlichen Körper und mit ihm die Sexualität.
Hierbei setzte er sich kritisch mit dem naturalistischen Abbilden auseinander und gelangte auf seinem Weg in die Moderne schon bald zur Verfremdung der Darstellungskonventionen. Bezeichnend für diese Verfremdung sind Klees "Inventionen", eine Folge von Radierungen, denen ich mich zunächst zuwende. Danach widme ich mich Klees Lehrjahren, seiner künstlerischen Ethik und der von ihm propagierten Triebökonomie sowie deren Wurzeln im "Ejakulationsschema" der Antike und in der Philosophie Friedrich Nietzsches.
Quellen:
http://www.uni-leipzig.de/~kuge/zoellner/e-publikationen/2002-2t_d.htm
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