Seminar: Computer im Kunstunterricht
WS 2002 / 2003
Dozent: A. Schräpler
Referent: Diana Ihle
Datum: 09.12.2002
Bildformate und Farbmodelle
1. Speichermöglichkeiten von Bildern
1.1 Rasterbilder
- über gesamtes Bild ein mehr oder weniger feines Raster gelegt
à Bildpunkte (Pixel)
- normaler Weise nur in Vergrößerung erkennbar (kommt auf
die Auflösung an)
1.2 Vektorbasierte Bilder
- mathematisch beschriebene Bildbestandteile
- Bild besteht aus Flächen Kurven und Ankerpunkten
- jedes Bildelement unabhängig veränderbar
- Vergrößerung oder Verkleinerung ohne
Qualitätsverlust
- Nutzungsbeispiel: zur Erstellung und Kombination von geometrischen
Mustern und Schriften
- Bekannteste Programm: Corel Draw
- Vektorbasierte Bilder ohne Probleme umwandelbar in Rasterbilder aber
nicht umgekehrt
1.3 Metaformate
- Kombination aus 1.1 und 1.2
- Von sehr wenigen Bildbearbeitungsprogrammen unterstützt
2. Bildformate
2.1 BMP (Bitmap)
- Windows-eigenes Bildformat (inzwischen auch von andern Plattformen
unterstützt)
- erlaubt Farbtiefe von 24 Bit (2 bis 16,7 Mio. Farben)
- verlustfreie Speicherung von Bildern
- Komprimierung nur eingeschränkt möglich
- benötigt viel Speicherplatz
2.2 TIFF (Tagged Image File Format)
- gängigste Grafikformat (auf allen Computer Plattformen
verwendbar)
- qualitativ hochwertige und sehr große Dateien
2.3 GIF (Graphics Interchange Format)
- 2 bis 256 indizierte Farben (oder Graustufen)
- eines der wichtigsten Formate im WWW
- kann mit transparenten Hintergründen umgehen
- kann mehrere Bilder in einer Datei enthalten
- bewegte Bilder: Animated GIF (animierte GIF-Dateien)à
verwendet mehrere GIF-Bilder, welche in mehr oder weniger rascher Reihenfolge
angezeigt werden
2.4 JPEG (Joint Photographic Experts Group)
- am besten bei Fotos oder Farbverläufen im WWW
- 16,7 Mio. Farben
- kann sehr stark komprimiert werden (JPEG Komprimierung entfernt
"überflüssige" Daten)à
Qualitätsverlust
- verblüffend kleine Dateigrößen à Stärke der Komprimierung kann eingestellt
werden
- Warum Grafiken nicht als JPEG?:
- große Farbflächen werden nicht gleichmäßig
dargestellt
- Dateien werden größer als im GIF-Format
- Typografie oder scharfkantige Darstellungen bekommen pixelige
Ränder
- bewegte Bilder: - MPEG-Format (Moving Pictures Expert
Group)à benutzt das Verfahren,
von 2 aufeinanderfolgenden Bildern nur die Differenz zu kodieren
(spart Speicherplatz)
- MJPEG-Format (Motion JPEG)à
viele Einzelbilder im JPEG-Format
aneinandergereiht
2.5 PNG (Portable Networks Graphics)
- Vorteile von GIF und JPEG vereint
- kaum akzeptiert
- 16,7 Mio. Farben, transparente Hintergründe bei vollem
Farbumfang, verlustfreie Komprimierung
2.6 PSD (Photoshop Format)
- wegen Layer-Fähigkeit à
einzigartiges Bildformat
- wird von vielen Bildbearbeitungsprogrammen unterstützt
(Bildanalyseprogramme leider nicht)
3. Farbmodelle
3.1 RGB-Modus
- jede Farbe: Rot-, Grün- und Blauanteil
à jeder Farbanteil mit Wert zwischen 0 und
255 definiert
à max. 256³ bzw. 16,7 Mio.
Farben
- für jede Farbe 1 Byte (=8Bit) à RGB hat 24 Bit Farbtiefe
- additive Farbmischung (alle Farben 0à schwarz; alle Farben 255à weiß)
- z.Bsp.: Monitore und Fernseher
3.2 Indizierte Farben
- max. 256 Farben (wieviele ausgewählte Farben, hängt von
Farbtiefe ab)
- jeder Farbe wird eine Indexnummer zugeordnet à statt 3 Byte pro Farbwert nur 1 Byte
- wenn Bild mehr als zur Verfügung stehenden Farben hat
à schlecht Qualität
3.3 CMYK-Modell
- jede Farbe: Cyan-, Magenta- und Yellowanteil
sowie Schwarz für die Tiefenwirkung
- jeder Bildpunkt 4 Byte (32 Bit)
- meisten Druckverfahren arbeite nach diesem Modus
- subtraktive Farbmischung (alle Farben 0%à weiß; alle Farben 100%à schwarz)
- Problem: Monitore arbeiten mit RGB-Modusà also am besten so bearbeiten (braucht auch
weniger Speicher) und dann in CMYK umwandeln (Farbseparation)
- Nicht zu oft machen à
Qualitätsverlust
3.4 Graustufenmodus
- jeder Bildpunkt nur über Helligkeit beschrieben (kein Farbton
bzw. Sättigung)à 8 Bit
- 1/3 des Speicherplatzes von entsprechenden Farbbildern
- 256 Graustufen